Denkt an Douglas Adams : DON`T PANIC

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Lusmore, 13. März 2020.

  1. Pferdefrau

    Pferdefrau Well-Known Member

    Hast recht. :eek:
    Hast auch recht. Dann würde vermutlich nur Tyrion Lennister überleben ...
     
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  2. Alex Sassland

    Alex Sassland Well-Known Member

    Ja, das kann man nur fassungslos bestaunen. Es dauert wahrscheinlich nicht mehr lange, und wir alle müssen zuhause bleiben, die ersten Verordnungen gibt es ja schon. Ich bin eigentlich ein optimistischer Mensch, allerdings beschleicht mich so langsam ein mulmiges Gefühl.
    Ich wünsche uns allen, dass wir gut durch diese Zeit kommen.
    Wer weiß, vielleicht gibt es nicht nur einen Babyboom in neun Monaten, sondern auch eine Welle von noch mehr neuen Büchern? Das wären jedenfalls konstruktive Arten der Krisenbewältigung.
     
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  3. Als begeisterter Leser von Thrillern und Science fiction fühle ich mich geehrt, in einem original Endzeitszenario abkratzen zu dürfen. :D
     
  4. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    "Liebe in Zeiten der Cholera", Gabriel Garcia Marquez, 1985. Wie leicht kann man den Titel aktualisieren?
     
  5. Pamina22

    Pamina22 Well-Known Member

    Oder Camus, "La peste". Soll in Italien ausverkauft sein.
    Hach, das haben wir damals im LK gelesen. Das waren noch Zeiten ...

    LG
    Pamina
     
  6. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Hammer Roman! Und man beachte die Entwicklung in Zeiten der Pest. Bei "Liebe in den Zeiten der Cholera" spielt die Seuche nur eine Nebenrolle.
    Camus könnte ich eigentlich mal wieder lesen.
    Komischer Zufall: Hier auf der Insel gibt es die sog. Sylt-Krimis. Ich finde sie - natürlich - unsäglich. Das Erfolgsprinzip basiert hier auf dem Wiedererkennungsfaktor - "Oh, eine Leiche in Kampen, da waren wir doch gerade!", etc.. Mein Gedanke war letztes Jahr, dass man ja mal den ultimativen Sylt-Thriller schreiben könnte, der jeden weiteren Roman quasi unmöglich macht.
    Szenerie:
    Nordfriesische Anarchisten sprengen den Hindenburg-Damm, versenken die Fähre und zünden den Flughafen an. Und dann beginnt das große Massaker.
    War nicht ernst gemeint, aber so langsam überlege ich.
     
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  7. Pferdefrau

    Pferdefrau Well-Known Member

    Shaun Holmes und Sherlock das Schaf „Auf der Spur einer rätselhaften Krankheit“

    Werden sie es schaffen, das Rätsel zu lösen?
    Und was haben Prof. Higgins und Eliza Doolittle damit zu tun?
    Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt ...
    :D
     
  8. Berlinschreiber

    Berlinschreiber Active Member

    Sorry, wenn ich jetzt schon wieder mit Thomas Mann ankomme - :sneaky: aber "Der Tod in Venedig"... immer noch eins der schönsten Endzeit-Szenarien überhaupt.
    Auf jeden Fall! Bitte!
    Das schreit ja gradezu danach... Hindenburgdamm wg. Schaden an Bahngleis unbrauchbar (oder noch besser: Zug ist wg. kaputter Weiche entgleist), Reparatur zieht sich hin (warum? Sabotage? wer blockiert?), die einzige Fähre liegt wegen einem Dutzend Corona-Erkrankungen im Hafen fest. Bundeswehr-Hubschrauber sind eingespart, Flughafen-Landepiste vom großen Unbekannten zerstört (großer Krater durch Sprengung)... der einzige Arzt ist mit dem letzten Transport ausgeflogen worden... die letzten Vorräte müssen streng bewacht werden, trotzdem werden sie weniger und weniger... die Dörfer werden evakuiert, wer noch da ist muss nach Westerland in die einzige Notunterkunft (wenn das keine Brennkammer ist, dann weiß ich's nicht! ;-) ) ... das Sterben unter den Inselbewohnern beginnt...
    Die Heldin: eine junge Lehrerin, die in einer verlassenen Kita fünf Kinder entdeckt, die von ihren Eltern im Stich gelassen wurden und die jetzt versuchen muss, die Kinder auf's Festland in Sicherheit zu bringen...
    Und.... los geht's! ;);)
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. März 2020
  9. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Ich würde ja sagen, dass Du das schreibst. Mir liegt Schriller nicht so und Du scheinst alle Infos zu haben. Zur Zeit laufen noch drei Projekte, mehr schaffe ich einfach nicht.
    Ich dachte auch mehr an das Metzeln der letzten Touris, die in einer wilden Hetzjagd über die Insel gescheucht werden, weil sie den Virus auf die Insel gebracht haben. Letzte Zuflucht: Die Sansibar! Hier verschanzen sie sich hinter der zweifelhaften Sicherheit von Hummer, Lachscanapees und Quiche Lorraine. Leider werden alle geschnappt und auf der Motorhaube eines Porsche Cayenne S durch Westerland zum alten Thingplatz gekarrt, um ihrem Schicksal entgegen zu gehen. Hier könnte man jetzt eine Gerichtsverhandlung stattfinden lassen, die man höchst elegisch-philosophisch gestalten kann.
    Schaun mer mal...
     
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  10. Pamina22

    Pamina22 Well-Known Member

    Und das Wichtigste ist die Botschaft. Darauf hat unsere Französisch-LK-Lehrerin am meisten Wert gelegt:
    "Il ne faut jamais se résigner!"
    (Man darf niemals aufgeben!)

    Das macht Hoffnung ...

    LG
    Pamina
     
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  11. Pamina22

    Pamina22 Well-Known Member

    Schätze, da brauchst Du was Heftigeres als Corona. Irgendwas, das alle Menschen gleichermaßen bedroht, nicht nur Patienten aus Risikogruppen. Irgendwas, das mit Nasenbluten beginnt und mit heftigen Krämpfen und Atemstillstand endet.
    So eine Kreuzung zwischen Ebola und einer Sarin-Vergiftung ...

    LG
    Pamina
     
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  12. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Ich bin eigentlich kein Freund von Verschwörungstheorien, aber manchmal kommt man schon ins Grübeln. Kann ja auch mal was stimmen, wie bei "Fletchers Visionen". Es wird sich etwas ändern in der Welt, ich bin ganz sicher. Was und wie - fragt mich nicht. Aber man kann das nicht so stehen lassen und dann weiter machen, als sei nichts geschehen. Es werden eine Menge Stimmen laut, was hätte anders laufen müssen.
    Eine übersichtliche Berichterstattung sieht für mich auf jeden Fall anders aus.
     
  13. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Mei ursprünglicher Gedanke hatte gar nichts mit dem Coronavirus zu tun. Wie denn auch? Letztes Jahr dachte ich lediglich an den Hass der Insulaner, die hier die Mieten nicht mehr bezahlen können und die Insel verlassen müssen, während sich die Touristen benehmen, als gehöre ihnen dieses Eiland.
    Gemäß der Tradition von Pidder Lüng, Sylter Volksheld. Wahlspruch: "Lever duad as Slav!" Lieber tot als Sklave.
     
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  14. Berlinschreiber

    Berlinschreiber Active Member

    Nee, um Gottes Willen, ich krieg ja schon mein eigenes Projekt nur mühsam auf die Reihe.
    Höchstens zusammen *lol* Man kann ja sicher ein Papyrusprojekt irgendwo in einer Cloud abspeichern und dann zu mehreren dran arbeiten, oder geht das nicht? ;-) Das wird dann der Roman zur Krise - verfasst von einem frustrierten und home-office-geschädigten Autorenkollektiv! :D:D
    Dein Szenario klingt doch auch super - mit oder ohne Corona, und Du bist vor Ort. Da sprudelt die Inspirationsquelle doch gleich ganz anders!
    Gerne, immer her damit! Solange es nicht ZU dick aufgetragen ist. Aber ich finde Corona aus dem Grunde bemerkenswert, dass dieses Virus z.T. unglaublich irrationale Ängst auslöst (ich sag nur: Klopapier!) - und das ist natürlich eine psychologische Steilvorlage für so einen Roman. Einige haben das Virus, sind aber (noch) gesund, andere sind schon krank, darunter auch ein Jüngerer mit Leukämie, der dringend ins Krankenhaus müsste, aber nicht kann - erregte Debatten an Bord - "wieso dürfen wir nicht weg"? Aber der Kapitän bleibt stur - "tut mir Leid, ich hab meine Vorschriften"... es kommt zu handgreiflichen Szenen...
    Das kann schon dramatisch genug werden, auch ohne Nasenbluten! ;-)

    Kennst Du den Film "Zeit der Kannibalen" (2014) mit Devid Striesow, Katharina Schüttler und Sebastian Blomberg? Geht in dieselbe Richtung, allerdings mit Börsen-Heuschrecken statt Touris, und Fernost statt Sylt, aber sonst ähnlich...
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. März 2020
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  15. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Ich sag doch - Du solltest es schreiben. Wie gesagt, mir liegen andere Themata mehr. Klingt auch für mich alles mehr nach Film als Buch. Okay, eins nach dem anderen und dann die Platte und das T-Shirt. Im Ernst, ich sehe eher Bilder als Worte. Markig geschnittene Nordfriesengesichter, im Hintergrund die grünblaue Brandung und der Wehrführer vom Löschzug Morsum Nord sagt unerbittlich: "Wir müssen es tun, das sind wir uns schuldig!" Auf Söllring natürlich.
    Ich sehe Fackeln (ja, auch im Sturm) und Dorfbevölkerung mit Mistgabeln, schnelle Schnitte abwechselnd mit langen, unbewegten Kameraeinstellungen wie bei Hitchcock. In Worten kann ich so nicht viel erkennen.
     
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  16. Berlinschreiber

    Berlinschreiber Active Member

    DU hattest das Thema auf's Tapet gebracht und gesagt: Wollte ich immer schon schreiben und vielleicht schreib ich ihn jetzt. Ich hab ein anderes Projekt in der Mache, und das hat erstmal Vorrang. :)
    Dann schreib's halt als Drehbuch. Geht ja in PA auch, nehme ich an. Schreiben ist dann aber weniger das Problem, als das dann auch zu verkaufen.
     
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  17. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Okay, gleich nach Projekt 1, 2 und 3. Keine Ahnung, wie alt ich werden soll.
     
  18. Stolpervogel

    Stolpervogel Active Member

    So, mein Neffe ist nun in Quarantäne. Eine Vertretungslehrerin ist derzeit unter Corona-Verdacht. Die beiden Schulklassen, die sie unterrichtet hatte, sind nun vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Erstmal für eine Woche.
    Vorbildlich: Die Einhaltung wird, zumindest stichprobenartig, vom Gesundheitsamt (oder Ordnungsamt - beide Worte fielen) überprüft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. März 2020
  19. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Gerade erfahren:
    Eine Kollegin im Namen der Literatur ist schwer an Covid19 erkrankt. Ihr Mann liegt auf der Intensivstation und wird beatmet, ihr Sohn hockt im Ausland und hat Probleme, zurückzukommen. Meine Frau und ich sind in Gedanken sehr bei ihr.
    Bleibt gesund und achtet auf Euch!
     
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  20. Lusmore

    Lusmore Well-Known Member

    Bleibt ihr bitte auch gesund.
     
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