Papyrus Anwender- und Einstellungsdateien

Die Einstellungsdateien von Papyrus werden im vom System vorgesehenen Ordner abgelegt.

Es gibt die Einstellungsdatei für die generellen, im Programm getätigten Einstellungen namens »Papyrus.ini« (Win) bzw. »Papyrus Preferences« (Mac), die in zugehörigen Pfaden liegen.

Die Papyrus Einstellungsdateien können bei »Diverses« neu gesetzt oder auch gefahrlos gelöscht werden – Papyrus generiert diese dann einfach neu.

Beim ersten Programmstart schaut Papyrus in den dafür gedachten Systemordner. Sind dort noch keine Einstellungsdateien vorhanden, kopiert Papyrus aus seinem »Module« Ordner die Einstellungsdateien in Ihren Systemordner.

Will man unterdrücken, dass die Einstellungsdateien in die Systemordner abgelegt werden und stattdessen im Papyrus Programmordner gehalten werden, wählt man bei »Einstellungen« → »Diverses« die Checkbox »Alle Einstellungsdateien etc. im Papyrus-Ordner halten«.

Beachten Sie, dass dies nur dann funktioniert, wenn dieser sich nicht in schreibgeschützten Bereichen befindet.

Die Pfade für die Einstellungsdateien sind wie folgt:

Win: C:\Dokumente und Einstellungen\(Ihr Anwendername)\Anwendungsdaten\Papyrus Autor\

bzw. unter Windows u.U. noch tiefer verschachtelt und auch versteckt.

Mac: (Anwender Home Verzeichnis)/Library/Preferences/

Die Papyrus Einstellungen sichern und wiederherstellen

Wenn Sie Ihre eigenen Einstellungen bspw. bei einem Update »retten« wollen, so können sie diese einfach abspeichern und von einer Einstellungsdatei wieder einladen.

Einstellungen Sichern/Wiederherstellen in den Diversen Einstellungen

 

Unter »Einstellungen« → »Oberfläche« → »Diverses« – können Sie den »Einstellungen sichern/wiederherstellen« Dialog aufrufen. Hier können einzeln ausgewählte Bereiche der Programm-Einstellungen in einer Datei vom Typ »Name.papsettings« gespeichert und später wiederhergestellt werden.

Einstellungen sichern/wiederherstellen mit Liste der zu sichernden/wiederherzustellenden Elemente

Eine »papsettings«-Datei hat ein weitgehend identisches Format zu der Einstellungsdatei »Papyrus.ini« (Win) bzw. »Papyrus Preferences« (Mac).

Man kann in diesem Dialog auch eine echte »ini«- bzw. »Preferences« Datei angeben, um daraus Einstellungen wiederherzustellen bzw. zu importieren.

Somit können Sie auch alte Papyrus.ini / Papyrus Preferences zum »Wiederherstellen« verwenden.

Das Wiederherstellen von Einstellungen beeinflusst nicht die geöffneten Dokumente und Dialoge, aber die Positionen von Dialogen.

Für Experten – bspw. Systemadministratoren: Wenn man eine »*.papsettings«-Datei per Kommandozeile an Papyrus übergibt, kann man so direkt die Papyrus-Einstellungen aktualisieren: Es werden alle verfügbaren Einstellungen aus der »*.papsettings«-Datei direkt importiert. Wird Papyrus mit einer »*.papsettings«-Datei und dazu mit der Option »-q« (quiet mode) aufgerufen, beendet sich Papyrus gleich nach dem Setzen der Einstellungen wieder.

Ein Beispiel-Aufruf lautet:

„Papyrus Autor“ -q neu.papsettings

Ort der Einstellungsdateien selbst setzen – Für Netzwerk-Admins

Das hier ist für Einzel-Computer ohne Belang. Wenn Papyrus aber in einer Netzwerk-Umgebung installiert wird, wo nur bestimmte Bereiche auch Schreibrechte haben, ist folgende Beeinflussungs-Möglichkeit für den Admin wertvoll:

Den Ort, wo unter Windows Papyrus-Einstellungsdateien abgelegt werden, kann man mit einer Umgebungsvariablen namens »USER_INI« beeinflussen:

Um diese für Windows geltende Variable anzulegen, die Papyrus beim Start erkennt und ausliest, muss man die »Eigenschaften« des Arbeitsplatzes aufrufen, auf die Dialog-Lasche »Erweitert« wechseln, dann unten auf »Umgebungsvariablen« klicken.

Unter den »Benutzervariablen« legt man dann eine Variable mit der Bezeichnung USER_INI und dem Wert %USERPROFILE%\Anwendungsdaten\Papyrus Autor\ an.

Anstelle dieses Pfades kann auch ein beliebiges anderes Verzeichnis eingetragen werden.

Falls auf dem Computer mehrere Benutzerkonten aktiv sind, die geänderte Pfade für die Einstellungsdateien erhalten sollen, muss man das oben Genannte auf jedem Konto wiederholen.

Das Resultat: Findet Papyrus beim Start keine Papyrus.ini im vordefinierten Papyrus-Ordner, dann versucht es beim Beenden, dort eine anzulegen (was wegen fehlender Schreibrechte nicht immer klappt).

Eine Papyrus.ini im USER_INI-Ordner wird nur dann beachtet, wenn im Programm-Ordner bzw. im vom System definierten Ordner keine papyrus.ini zu finden ist.

Anwender-Dateien – Wörterbücher etc.

Papyrus legt weitere Dateien im System in den passenden Ordnern ab. Dies bewirkt, dass der Papyrus Programm-Ordner auch ohne Schreibrechte funktioniert, genau, wie dies auch für die Einstellungsdateien gilt.

Die Pfade zu den weiteren Anwender-Dateien sind:

Win: C:\Dokumente und Einstellungen\(Ihr Anwendername)\Anwendungsdaten\Papyrus Autor\

(dieser Pfad ist ebenfalls, wie die Einstellungsdateien, mit der Umgebungsvariablen »USER_INI« beeinflussbar – siehe vorheriges Kapitel.)

Mac: User-Home-Verzeichnis/Libary/Application Support/Papyrus Autor/

Zuerst kommen die benutzereigenen Wörterbücher.

Diese sind voreingestellt als die Datei »Ergänzung.tlx«, die der Aufnahme von Wörtern dient, die Sie zusätzlich zum Duden Korrektor berücksichtigt haben wollen.

Dazu werden hier von Ihnen selbst angelegte Wörterbücher angelegt, die Sie über das Wörterbuch »Ergänzung.tlx« hinaus – bspw. als fachspezifisches Wörterbuch – selbst erstellen.

Last updated by Matthias Wenzel on Dezember 14, 2017