Import/Export von Texten und Kompatibilität mit anderen Programmen

Die Zusammenarbeit mit Ihrem Lektor oder Kollegen muss reibungslos funktionieren, auch wenn diese bspw. MS Word nutzen.

Sie können MS Word »doc«, »docx« oder LibreOffice »odt« Dateien einfach in Papyrus Autor öffnen und abspeichern, bei »Datei« → »Öffnen…« wie auch bei »Speichern unter…«.

Oder Sie ziehen eine »*.doc« Datei mit der Maus auf Ihr Papyrus, auch dann wird diese sauber geöffnet.

Die Referenz ist hierbei MS Word selbst, in allen Varianten. Hieraus übernommen werden Formatvorlagen, das Layout von Text und Seiten, Grafiken und sogar die Änderungsverfolgung.

Auch für andere Programme wie beispielsweise OpenOffice / LibreOffice, die mit »doc« Dateien arbeiten, haben wir einige Anpassungen an den Import und Export von Word »doc« Dateien vorgenommen. Aber nur soweit, wie diese die Kompatibilität mit MS Word selbst nicht stören.

Da Papyrus Etliches bietet, das andere Programme wie Word nicht beherrschen, sollten Sie beim normalen Arbeiten Ihre Texte im Papyrus-Format speichern. Sonst verlieren Sie Zusatz-Infos wie das Klemmbrett, den Navigator, Figuren-Verknüpfungen etc.

Das »*.doc« Format sollten Sie nicht als Arbeitsformat, sondern nur zum Austausch mit Nutzern von MS Word oder anderen kompatiblen Programmen nutzen.

Für den Austausch mit anderen Programmen wie beispielsweise Adobe InDesign oder andere beherrscht Papyrus auch die Formate ASCII (»txt« etc.) sowie »rtf«.

Sollten hier einmal die Umlaute nicht stimmen, können Sie dies in Papyrus auf die passende sogenannte »Codepage« einstellen, dann gelingt der Import auch mit korrekten Umlauten (»ASCII« Import/Export Einstellungen).

Beachten Sie bitte auch, dass MS Word nicht nachvollziehbare Berechnungen der Zeilenhöhe anstellt, wenn die sogenannten »Standards« von »eineinhalb-zeilig« und »doppelte Zeilenhöhe« eingestellt werden.

Bei »12 Punkt« entspricht »eineinhalbzeilig« einem Zeilenfaktor von »1,72« in Papyrus, »zweizeilig« ist Faktor »2,3«, »einzeilig« ist Faktor »1,15«.

Weiterführende »Import/Export« Einstellungen sind in den Papyrus »Einstellungen → »Import/Export« zu erreichen.

Allgemeine »Import/Export« Einstellungen (Texte ins Papyrus-Format umwandeln)

In der Vorgabe für die Dateiauswahl bezüglich »Fremdformaten« kann man einstellen, ob die Dateiauswahl vorrangig nur Papyrus-Texte zeigen und importierte Texte automatisch in das Papyrus-Format wandeln (*.PAP – Import-Texte wandeln in *.PAP) oder geladene Fremdtexte in deren Format belassen soll (DOC, RTF, HTML und ASCII gleichwertig zu *.PAP behandeln).

Allgemeine Import/Export Einstellungen

Für PAP/PDF Hybride stellt man ein, wie die Voreinstellung für die Dateiendung sein soll (Inhalt und Verhalten der Datei mit PAP-Anteil und PDF-Lesbarkeit werden davon nicht beeinflusst).

Für die Zwischenablage, die das Kopieren und Einfügen zwischen verschiedenen Programmen regelt, stellt man hier ein, ob Papyrus nach Möglichkeit versuchen soll, formatierten RTF-Text oder auch Unicode-Text zu importieren (was im Prinzip besser ist). Bei Problemen wählt man »Nur unformatierten Text einfügen« (dann im »flachen« ASCII-Format).

»DOC / RTF Import/Export«

Papyrus besitzt intern zwei verschiedene Filter für den Im- und Export im DOC-Format. Voreingestellt ist der langjährig enthaltene Filter, man kann hier aber auch auf den alternativen neuen Filter umschalten, der für docx- und doc-Export genutzt werden kann.

Für den Bild-Export in DOC und RTF Nehmen Sie das schlankere Binär-Format, wenn Sie sich sicher sein können, dass der Empfänger Ihrer RTF- und DOC-Texte diese mit Binär-Bildern problemlos lesen kann, sonst nutzen Sie das Hexadezimal-Format.

»ASCII« Import/Export Einstellungen

Für den » ASCII Import« kann man festlegen, ob dieser im »  Fließtext (Zeilenvorschub nach Leerzeichen ignorieren)« eingeladen werden soll. So werden sinnvollerweise feste Zeilenenden in jeder Zeile entfernt. Dazu kann Papyrus noch »  Leerzeichen am Zeilenanfang entfernen« und zum ersten Punkt passend auch »  Nur Leerzeile als Absatzende« Gültigkeit geben.

ASCII Import/Export Einstellungen

Zum Einstellen des »ASCII-Exports« ganzer Papyrus-Dokumente oder nur von markierten Textblöcken (Sichern unter… aus dem Papyrus Word Menü Datei aufrufen und in der Dateiauswahl als Extension *.TXT eingeben):

Der »Zeilenende-Typ« (= Zeilenvorschub) kann je nach System als unterschiedliche Kombination der ASCII-Zeichen CR (Carriage Return, ASCII-Wert 13) und LF (Line Feed, ASCII-Wert 10) realisiert sein; daher kann man hier einstellen, ob die Zeilenenden Ihres zu importierenden ASCII-Textes typisch für »DOS / Win (CR/LF)«, für »Mac (CR)« oder für »UNIX (LF)« aussehen sollen.

Weiterhin beeinflusst man hier noch, ob Papyrus nach jeder Textzeile ein festes Zeilenende einfügen oder auch ASCII-Text als » Fließtext (CR nur am Absatzende)« ausgeben soll.

Listen und Aufzählungen werden in Papyrus mit vorangestellten Bullets oder Ziffern versehen. Diese Anfangszeichen sind aber nicht wirklich »da«, sondern werden von Papyrus zum Format gezeichnet.

Beim ASCII-Export würden diese somit fehlen – es sei denn, man erzwingt eine „Klartext“-Wandlung von Bullets und Aufzählungs-Ziffern mit »  Nummerierung/Bullets mitexportieren«.

Bei der »Zeichenbelegung« kann man die sogenannte »Codepage« einstellen. Dies ist die Tabelle, anhand derer die verschiedenen Betriebssysteme die Buchstaben den Zahlenwerten zuordnet, die ein Computer versteht.

Sinnhaft ist dies, wenn man einen Text zwischen den Welten austauschen will, sprich, wenn ich zum Beispiel einen Text für einen Unix-Rechner abspeichere und das Programm dort nur Unix ASCII-Texte versteht.

Last updated by Matthias Wenzel on Dezember 14, 2017