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Dieses Thema im Forum "Papyrus Autoren-Club" wurde erstellt von Pharao, 14. September 2017.

  1. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Wenn das ein normaler, "ungefährlicher" Link ist (also nicht die NPD oder Anleitung für Selbstmord oder so), dann können hier auch gern Links gepostet werden, wenn sie hilfreich sind.

    Und zum Thema Facebook - DIE verlangen "natürlich" kein Impressum. Das deutsche Recht sieht dies aber differenziert, insbesondere bei gewerblicher Nutzung. Bei Unsicherheit und ehe man abgemahnt wird, ist ein Impressum immer gut, es sei denn, womit wir wieder beim Problem sind, dass man sich damit privat angreifbar macht.

    e-Recht24.de ist natürlich eine Werbeseite einer Anwaltskanzlei, letztlich - aber warum nicht. Das muss nicht negativ sein.
     
  2. Pharao

    Pharao Member

    Denic schreibt auf meine Anfrage, ob ein Whois Domain Privacy Service auch für .de Domains möglich ist (mit Verweis auf die genannten Anbieter), es scheine möglich zu sein.
    Nicht dass dann doch die Domain gelöscht wird...
     
  3. Pharao

    Pharao Member

  4. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    OK, aber soweit ich weiß nützt das schlicht gar nichts gegen DENIC Abfragen. "Whois" ist eine völlig andere Datenbank. Für .de halte ich das also für reine Abzocke. Wer die Adresse wissen will, macht dann halt keine "whois" Abfrage, sondern schaut bei DENIC direkt (www.denic.de und dann die URL der Internetseite eingeben, und man bekommt alle Daten).
     
  5. Ben Vart

    Ben Vart Guest

    Also mal noch ne ganz andere Baustelle. Wer die Adresse von jemanden haben möchte und weiß, in welchem Ort derjenige wohnt - oder gewohnt hat - geht zum Einwohnermeldeamt, zahlt 4,50 Euro und kriegt die Adresse.
     
  6. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Was natürlich nichts bringt, das mit dem Einwohnermeldeamt, wenn man sich gleich noch ein Pseudonym zulegt. Donald Duck wird schwer gefunden. :)
    Abgesehen davon - muss man dafür nicht wiederum seine eigene Adresse angeben, oder kann man das anonym machen?

    Die meisten Pseudonyme werden NICHT eingetragen, da die Hürden dafür sehr hoch sind.
     
  7. Ben Vart

    Ben Vart Guest

    Naja, Pseudonyme werden in der Regel in den Ausweis eingetragen und somit auch im Melderegisterfestgehalten. Deine eigene Adresse musst du meines Wissens nicht angeben. Wobei ich das bei Bedarf immer schriftlich abgefragt habe und natürlich mit Absender, damit man mir die Adresse zusenden konnte. Das einzige was man dazu braucht, neben 4,50 Euro oder was das jetzt kostet, war eine plausible Begründung.
     
  8. Pharao

    Pharao Member

    Und ich und jeder beliebige Mensch kann zu seinem Einwohnermeldeamt gehen, 9 Euro auf den Tisch legen und die Privatanschrift von zum Beispiel den vermutlich im Ausweis eingetragenen Pseudonymen A**e Schr**er oder F**in Url**b verlangen, und die sagen das ? Wo meines Wissens beide auf Privatsphäre bedacht sind und bei denen alles über das Management läuft ? Wußte ich nicht...
     
  9. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Es gibt einen Antrag in lt. Meldegesetz MRRG §21 "amtlich vorgeschriebener Form", da ist dann doch mit höchster Sicherheit auch der Name des Antragsstellers einzutragen - wie sonst sollte auch dem Auskunftsbegehren stattgegeben werden können.
    Es muss ja auch explizit nachgefragt werden, sonst wird das eh nix und man bekommt keine Auskunft.

    Aber wir haben eh bald mal Termin bei einem Rechtsanwalt, das kommt auf meine Fragen-Liste. Damit der Info-Gehalt dieses Threads nicht gar zu sehr in den Keller geht, bitte ich auch mal, von weiteren Spekulationen abzusehen.
    Info ist weiter gern gesehen, aber das typische "ich denke mal, dass das so und so ist" bringt hier nur Verunsicherung und Aufweichen der eh schon schwierigen rechtlichen Situation (das immerhin haben wir schon lernen müssen).
     
  10. Ben Vart

    Ben Vart Guest

    @Pharao wie weiter oben geschrieben, gibt es Sperrvermerke für bestimmte Personen im Einwohnermeldeamt. Die jedoch liegen mindestens sich hoch wie die für einen Künstlernamen, der in den Ausweis eingetragen wird. Aber darum geht es und diesem Thread auch nicht. Grundsätzlich aber gilt: Wer eine Adresse recherchieren will, kriegt sie auch raus. Es kommt lediglich drauf an, welchen Aufwand und welchen Mühen man gewillt ist, aufzuwenden.
     
  11. Pharao

    Pharao Member

    Ja dann kann ich das nicht trennen, dann muss die Familie mit durch.
    Hinterher kann man immer noch alles mögliche bei Behörden beantragen. Mich interessiert halt, was vorher möglich ist.
    Weiß eigentlich jemand etwas von einer Bloggerin namens FrauFreitag, darauf bin ich auch im Netz gestossen, sie soll als Lehrerin über ihren Alltag geschrieben haben ? Das geht doch auch nur anonym, je nachdem, was man da schreibt.
     
  12. Pharao

    Pharao Member

    Und inwiefern kann ein Verlag überhaupt bei der Verschleierung der Identität eines Autors helfen ?
    Wenn man keinen hat, erübrigt sich die Frage. Ich frag mich halt schon, ob ich überhaupt einen suchen soll ... bei mir ist der Weg ja noch offen.
     
  13. Ben Vart

    Ben Vart Guest

    Warum suchst du nicht erst einen Verlag und klärst dann mit diesem, wie deine Identität verschleiert werden kann?
    Im übrigen habe ich mehrere Webseiten mit vollem Impressum, und bis auf paar nervige Spams hab ich sonst weder Werbung per snailmail erhalten noch unanständige Anrufe.
    Bisschen kommst du mir schon vor wie Watzlawik und die "Anleitung zum Unglücklichsein".
     
  14. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Ich fasse mal zusammen - das gilt, muss ich dazu sagen, NICHT als verbindliche Rechtsberatung, sondern ist nur eine Info von einem bemühten Laien - Rechtsauskunft darf man als Privatperson nicht geben, es muss sich also jeder letztlich immer selbst informieren:
    • Es gibt eine Impressums-Pflicht für Bücher (präziser: Veröffentlichungen), die sich aus dem Urheberrecht ableitet, egal, ob gedruckte oder elektronische Bücher. Diese muss neben etlichen weiteren Pflichtangaben den Herausgeber benennen, das ist bei Selfpublishern eben der Autor selbst. Hier müssen Name und Adresse genannt sein.
    • Verlage oder auch Agenturen können das Impressum voll auf sich abbilden. Dieser Weg steht einem Selfpublisher aber nicht oder nur bedingt offen, ggf. (rechtliche Klärung noch in der Schwebe) mittels eines Impressums-Services.
    • Gekoppelt mit dem Veröffentlichen eines Werks ist auch die Pflichtabgabe bei der Deutschen National-Bibliothek sowie den mit deutlich abweichendem Medien-Recht "beglückten" Landesbibliotheken der Ursprungs-Bundesländer. Siehe auch Wikipedia -> Pflichtexemplar.
    • Ebenso gibt's eine Impressums-Pflicht für Internet-Seiten deutscher Anbieter.
      Faktisch ist dies bei der internationalen Top-Level-Domain "*.com" behördlich nicht ohne Weiteres verfolgbar und daher auch kaum durch arme, geldgierige Anwälte abmahnbar, weil es hier nur ein "who-is" (wer ist's) gibt, das keine Pflichtangaben beinaltet und umgangen werden kann. Nachteil ist hier natürlich, dass man einen deutschen Autoren eher unter "Name.de" suchen wird.
      Bei der "*.de" Top-Level-Domain verlangt die Registrierungs-Stelle "DENIC" (www.denic.de) einen namentlichen Eintrag des Eigentümers, der auch nicht ohne Weiteres über einen Impressums-Service verschleiert werden kann. Hier besteht also für eine Autorenseite "meinName.de" eine Schwachstelle, wenn man seine Adresse möglichst gut verbergen will. Ein Impressums-Service kann hier nicht helfen.
    • Für Facebook- und Blog-Seiten besteht meines Wissens noch keine höchstinstanzliche Rechtssicherheit bzgl. der Impressums-Pflicht. Mein Rat ist daher, auch hier bei klar gewerblicher Nutzung (Autor verkauft Bücher oder weist auch nur auf seine Amazon-Listungen hin) ein Impressum einzufügen, um auf der sicheren Seite zu sein.
      Hier ist die für Rechtsbegehren korrekt auflösbare Verschleierung durch einen Impressums-Service zulässig.
    • Ein Impressums-Service kann natürlich nur das Impressum selbst abdecken, seine Nutzung für Brief-Absender-Adressen, über eine Autoren-Tätigkeit hinausgehende gewerbliche Nutzung etc. ist nicht möglich (jedenfalls bei uns).
    • Ein Impressums-Service kann "einfach so" ein selbstgewähltes Pseudonym (inoffiziell, aber frei nutzbar) beinhalten, da der Impressums-Service ja für begründete Rechtsbegehren eine Aufschlüsselung in den Klarnamen gewährleistet.
    • Eine amtliche Eintragung eines "offiziellen" Pseudonyms in den Ausweis ist dagegen mit hohen Hürden belegt und nur schwer zu erreichen - ein tieferer Sinn für eine weitergehende Nutzung erschließt sich mir hier nicht.
    • Ein Name kann auch unter Einhaltung eines amtlichen Formulars (somit vermutlich unter notwendiger Abgabe des Namens des Auskunftsbegehrenden) beim Melderegister recherchiert und so eine Adresse ermittelt werden. Dagegen kann man nichts tun. Man kann nur gegen die Auskunft in elektronischer Form (Internet-Abfrage) Widerspruch einlegen und diese so verhindern.
     
  15. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Verlage und Agenturen können das Impressum komplett übernehmen. Andreas Eschbachs Adresse bspw. bekommt man nicht aus seinen Büchern heraus. Post bekommen solche Verlags-Profis halt je nach Absprache weitergeleitet. Das ist natürlich für jeden Autoren der Idealfall, sofern man nicht auf Hausbesuche steht.
     
  16. AndreasE

    AndreasE Well-Known Member

    Einspruch! Donald Duck ist (1) kein Pseudonym und lebt (2) in Entenhausen. :D
     
  17. AndreasE

    AndreasE Well-Known Member

    Übrigens ist der schlimmste Fall ja nicht der, dass ungebetener Besuch vor dem Haus des Autors auftaucht – sondern dass sich kein Schwein für einen interessiert …
     
  18. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Hm ... das habe ich auch mal lockerer gesehen, und das sollte auch der Regelfall sein, sonst macht man sich nur verrückt. Dennoch weiß ich von Fällen, wo junge Autorinnen nachts ungewünschten Besuch bekamen, und kann gut verstehen, wenn man das meiden will.
     
  19. Pharao

    Pharao Member

    @AndreasE
    Es kommt auch darauf an, was man für Ziele hat, die können sich natürlich auch ändern im Lauf der Zeit. Will man das als Beruf sehen ? Ich kriege seit vielen Jahren ziemlich viel Aufmerksamkeit wenn ich mit meinen Kids unterwegs bin, also fast immer, das ist schon mitunter echt zu viel. Wenn mich dann noch Leute für was anderes vereinnahmen wollen, ich weiß nicht ob ich das im Moment möchte. Ich weiß noch nicht wo die Reise hingeht, ob ich wirklich Geld mit "meiner Kunst" verdienen möchte. Für mich hat das alles auch einen irgendwie schon fast therapeutischen Effekt, es ist etwas, das ich jetzt und immer machen kann, hauptsächlich für mich selbst, und da sind einfach tausend Ängste, was sich alles ändern könnte, wenn das einen größeren und wichtigeren Stellenwert in meinem Leben bekommen sollte ...
    Rückmeldungen von der Welt okay, aber bitte nicht zu viel, in ein paar Jahren kann ich das wahrscheinlich eher gut finden, wenn ich das, was ich für mich gefunden habe, nach außen trage. Jetzt kann ich mir das nicht so gut vorstellen...
    Aber es hilft auch nichts, man muss machen.
     
  20. Ben Vart

    Ben Vart Guest

    Was ja mindestens ebenso anonym ist wie Andreas Eschbach, Bretagne. Wobei letztere auf der Landkarte leichter zu finden ist als Entenhausen. :whistle: