Redeverben - Ergänzung der Stilanalyse

Dieses Thema im Forum "Beispieldokumente" wurde erstellt von Bernd C., 11. August 2010.

  1. Bernd C.

    Bernd C. Member

    Hallo zusammen,

    Ich habe kürzlich hier als Verbesserungsvorschlag genannt, Redeverben in die Stilanalyse aufzunehmen. Denn oft sind auch Redeverben letztlich Füllwörter, die weggelassen werden können. Diesen Vorschlag habe ich jetzt selbst für mich umgesetzt, indem ich die Füllwortliste entsprechend um 79 Redeverben (jeweils in allen gebräuchlichen flektierten Formen) erweitert habe.

    Sinn und Zweck

    Die Funktion richtet sich hauptsächlich an Belletristik-Autoren. Dialoge sind regelmäßig häufig in Romanen und Prosatexten. Dabei muss wörtliche (oder indirekte) Rede einem der Protagonisten zugeordnet werden. Hierzu verwendet man zunächst automatisch Redeverben. Da wir in der Schule lernen Wortwiederholungen zu vermeiden (und die Stilanalyse uns ebenfalls dazu drängt), arbeiten wir hier gerne mit Synonymen und zahlreichen teilweise exotischen Redeverben, um die Wiederholung von "sagte er" zu vermeiden (was meist gar nicht nötig ist). Das macht das ganze aber oft nicht besser. Zwar haben wir die Wortwiederholungsanzeige der Stilanalyse ausgetrickst, aber im schlimmsten Fall dann einen Dialog wie diesen vor uns:

    "Hallo", begrüßte er sie.
    "Guten Tag", erwiderte sie.
    "Wie geht es Ihnen?", fragte er.
    "Gut", antwortete sie.
    "Sie sehen schön aus", teilte er ihr mit.
    "Danke," erwiderte sie.
    "Einen schönen Tag noch," wünschte er ihr.
    "Ebenfalls", entgegnete sie.

    Redeverben sind sinnvoll und man sollte sie nicht auf Biegen und Brechen vermeiden. Aber man sollte sie hinterfragen.

    Unvermeidbar sind sie, wenn:
    1. Ohne sie nicht klar ist, wer gerade spricht.
    2. Wenn sie eine zusätzliche Information enthalten, (die anderweitig nicht besser transportiert werden kann - insbesondere Tonfall, Duktus, etc.).

    Im zweiten Fall ist es allerdings manchmal möglich, die Information anders zu liefern, etwa durch eine zusätzliche Handlung.

    Erfüllt die Kennzeichnung des Sprechers jedoch keine der beiden oben genannten Funktionen, gewinnt der Text häufig dadurch, dass man sie einfach weglässt. Ein Streit etwa wirkt meist besser, wenn die gesprochenen Worte einfach aneinander gereiht sind. Bereits aus ihrem Inhalt ergibt sich, wer was sagt. Außerdem unterstützt die Weglassung von Redeverben in diesem Fall den Eindruck eines schnellen Wortwechsels. Ein "sagte er" - ja, selbst ein "schrie er" - bremst ab und schafft beim Lesen automatisch eine Pause, wo eigentlich gar keine hingehört.
    Umgekehrt ist es so, dass ein ruhig gesprochener, tiefgründiger Satz gerade eine kurze Pause zur Reflektion nach sich ziehen soll und auch der Gesprächspartner an dieser Stelle kurz überlegt, bevor er entgegegnet. An dieser Stelle kann gerade das "sagte er" diese wichtige Relektionspause liefern.

    Und darum geht es in erster Linie bei dieser Funktion. Ein Redeverb hat immer eine Wirkung. Beim Schreiben eines Dialoges aber, ist man sich dieser Wirkung als Autor häufig nicht bewusst. Die Markierung von Redeverben soll bei der Bearbeitung ein Bewusstsein für diese Funktion schaffen.

    Hier soll man nocheinmal darüber nachdenken: Ist dieses Redeverb an dieser Stelle nötig, damit der Leser erkennt, wer gerade spricht? Unterbricht es unnötig einen schnellen Wortwechsel? Gewinnt der Text, indem man es weglässt? Lebe ich gerade meine Thesauritis aus und überfrachte den Leser an einer Stelle mit exotischen Redeverben? Ersetze ich sie dann lieber durch ein einfaches "sagte er"? Oder kann ich den Dialog auflockern, indem ich ein Redeverb durch ein Handlungsverb ersetze, z.B. statt Er entgegnete: "Das sehe ich nicht so." schreibe Er schüttelte den Kopf. "Das sehe ich nicht so." oder statt "Das müssen wir nochmal genau durchdenken," warf Renate ein. lieber Renate war sich unsicher. "Das müssen wir nochmal genau durchdenken."

    Diese Sensibilität für die Funktion von Redeverben hat man während des Schreibens, bei dem man sich genau auf die gesprochenen Worte konzentriert, häufig nicht. Und auch beim Korrekturlesen überliest man häufig ein Redeverb einfach, da es in den seltensten Fällen wirklich stört.

    Die schreckliche Klischeeszene, in dem ein Protagonist an einer Felswand hängt und abzustürzen droht, als Beispiel:

    Ihre Finger krallten sich in das Gestein. "Greif nach meiner Hand," rief er. Sie schaute verzweifelt nach oben. Sie konnte seine Hand nicht erreichen. Die Kräfte in ihren zarten Fingern schwanden. Ihre Hand zitterte. "Nicht loslassen," schrie er.

    Die beiden Redeverben stören hier nicht weiter. Im Gegenteil hat man den Eindruck, da er ja schreit und ruft, wird das ganze gleich dramatischer. Lässt man die Redeverben aber einfach mal testweise weg, erkennt man, die Szene gewinnt gerade daduch an Dramatik:

    Ihre Finger krallten sich in das Gestein. "Greif nach meiner Hand!" Sie schaute verzweifelt nach oben. Sie konnte seine Hand nicht erreichen. Die Kräfte in ihren zarten Fingern schwanden. Ihre Hand zitterte. "Nicht loslassen!"

    Mal abgesehen davon, dass "nicht loslassen" in dieser Situation sowieso der dümmstmögliche Ratschlag ist, ist klar, dass er nur von ihm stammen kann, der nicht an der Felswand hängt. Und auch die erste Aufforderung ist schnell deutlich zuzuordnen (und letztlich ist es sogar egal, von wem sie stammt). Das Schreien und Rufen ist weg, aber dafür gewinnt die Szene an Geschwindigkeit und damit Dramatik. Und das an einer Stelle, an der man das Schreien zunächst beim Korrekturlesen noch als gut, jedenfalls nicht störend, empfunden hat. Aber im Lesefluss ist auch ein "schrie er" eine Pause, der man sich vielleicht nicht bewusst ist.

    Letztlich hat jedes Redeverb sowohl eine Funktion wie auch eine Wirkung. Beides vergisst man gerne. Und dabei soll die Markierung von Redeverben innerhalb der Stilanalyse helfen.



    Funktion in der Stilanalyse und Kategorien

    Die Redeverben wurden einfach in der Füllwortliste als solche ergänzt. Markiert werden sie im Text dann mit der Stilanalyse-Einstellung "Sonstiges" und dem Hinweis "Redeverb".

    Dabei habe ich die Redeverben zur besseren individuellen Handhabung in 3 Kategorien unterteilt. Kategorie 1 enthält dabei nur die allerhäufigsten Redeverben. Kategorie 2 enthält solche Verben, die auch anderweitig verwendet werden, aber nach meiner Einschätzung häufiger als Redeverben in Dialogen verwendet werden. Kategorie 3 enthält schließlich solche Redeverben, die nach meiner Einschätzung seltener in Dialogen und mindestens genauso häufig in anderen Bedeutungen/Kontexten verwendet werden.

    Wer die Stilanalyse gleichzeitig mit allen Markierungen verwendet, sollte unter Sonstiges die Kategorieeinstellung "1, 2" verwenden, damit nicht zu viele sonstige Bedeutungen angestrichen werden. Wer die Teile der Stilanalyse einzeln verwendet und in der Überarbeitung gerade speziell nach Redeverben sucht, sollte die Kategorieeinstellung "1-3" verwenden.

    Die Wörter in der Übersicht:

    Kategorie 1:
    sagen, fragen, antworten, erwidern, entgegnen, rufen

    Kategorie 2:
    anmerken, artikulieren, äußern, befehlen, behaupten, berichten, betonen, brüllen, einwenden, einwerfen, entgegenhalten, erzählen, flüstern, formulieren, grölen, konstatieren, kontern, kreischen, labern, mitteilen, murmeln, nuscheln, plappern, quasseln, protestieren, raten, säuseln, schildern, schreien, sprechen, stottern, versprechen, widersprechen, wiederholen

    Kategorie 3:
    andeuten, angeben, aufzählen, beantworten, berichten, bekennen, bekräftigen, bekunden, bemerken, bezeugen, bitten, deklarieren, eingestehen, entfahren, erläutern, erwähnen, feststellen, fordern, geltend machen, informieren, kundtun, lispeln, meinen, melden, nennen, offenbaren, proklamieren, rechtfertigen, reden, schwören, sich erkundigen, sich unterhalten, verkündigen, vermerken, vorschlagen, versichern, vortragen, wissen lassen, zugeben


    Erkannt werden die Verben in den Präsens- und Imperfektformen der 1. und 3. Person (Plural und Singular) sowie das Perfektpartizip und der Infinitiv (womit sonstige Vergangenheitsformen (und weniger wichtig Futurformen) abgedeckt sind). Tmesiskonstellationen können aus technischen Gründen nur erkannt werden, wenn allein ein Personalpronomen eingeschoben ist. D.h. "teilte sie mit" wird erkannt, "teilte Renate mit" und "teilte sie deutlich mit" wird nicht erkannt.



    "Installation"

    Einfach die bestehende "fillwords_de.txt" und/oder "fillwords.txt" durch die Datei ersetzen. Die Datei findet sich im Ordner Wörterbücher (entweder im Programmordner selbst oder zusätzlich im externen Programmeinstellungenordner).

    WICHTIG!!!
    Die Füllwortliste sollte nur einfach so ersetzt werden, wenn man selbst darin noch keine Anpassungen vorgenommen hat. Abgesehen von den Redeverben ist die Füllwortliste die ursprüngliche Papyrus-Originalliste (bis auf das Wort "erwidern", das dafür aus der Kategorie "Hellsehen" entfernt wurde). D.h. beim Ersetzen gehen alle manuellen Änderungen daran verloren.

    Wer bereits Änderungen vorgenommen hat, sollte die Datei hier an eine andere Stelle auf seine Festplatte kopieren, öffnen und den letzten Teil ab "# Redeverben:" markieren und mittels Copy+Paste in seine persönliche Füllwortliste übertragen.

    Wenn jemand ein bestimmtes Redeverb hat, das er persönlich sehr häufig einsetzt, sollte er es in Kategorie 1 aufnehmen. Dazu einfach die Zahl hinter dem Wort (und allen nachfolgenden Flexionen) in der Füllwortliste ändern - es muss nicht aus seiner ursprünglichen Kategorie herausgenommen werden - die optische Aufteilung besteht rein aus Übersichtsgründen.


    Feedback

    Würde mich freuen, wenn auch andere Nutzer die Funktion als sinnvoll ansehen und mal ausprobieren. Über Feedback würde ich mich freuen. Wenn euch also z.B. auffällt, dass ein bestimmtes Redeverb in euren Texten häufig im Nicht-Dialog-Kontext markiert wird, bitte Bescheid sagen. Dann ist es vielleicht sinnvoll, das Wort entsprechend aus Kategorie 2 herauszunehmen und in Kategorie 3 unterzubringen. Oder wenn ihr meint, ein Wort hat da überhaupt nichts zu suchen, oder wenn ihr ein Redewort habt, dass noch nicht in der Liste steht. Ich habe für's erste jetzt mal alle Redeverben aufgenommen, die mir eingefallen sind. Die Kategorieeinteilung habe ich aus eigener Einschätzung heraus vorgenommen.

    Hoffe ihr könnt was damit anfangen. :)
     

    Anhänge:

    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Mai 2017
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  2. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Mir wäre Feedback auch lieb - dann könnte man ggf., wenn das allgemeiner Wunsch ist, die Stilanalyse entsprechend erweitern ...? Mal sehen, was meint Ihr?
     
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  3. olibos

    olibos Member

    Ich hatte an anderer Stelle schon mal vorgeschlagen, die Stilanalyse um solche Dialogauszeichnungen zu erweiteren. Im Augenblick behelfe ich mich auch mit einem Eintrag unter "Sonstiges"

    DAFÜR!!!
     
  4. Freyr

    Freyr New Member

    Mmmh ... vermutlich mache ich mich jetzt unbeliebt, aber benötigt man das wirklich?
    Für mich wäre diese Erweiterung nicht relevant.

    Liebe Grüße
    Freyr
     
  5. olibos

    olibos Member

    @Freyr: Deine Sympathiewerte sinken gerade rapide :D.

    Aber Ernst beiseite: Das ist Ansichtssache, wie die Stilanalyse an sich. Es gibt Autoren die nichts davon halten, ich finde die Funktion gut. Mit Dialogauszeichnungen fände ich sie aber noch besser. ;)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Mai 2017
  6. Freyr

    Freyr New Member


    Ups :eek:


    Die Stilanalyse finde ich auch gut, keine Frage. Und wenn sie noch erweitert wird ist das ja auch ok.
    Nur ich benötige es nicht ;)

    Vielleicht melden sich ja noch andere dazu. Das würde mich interessieren.

    Liebe Grüße
    Freyr
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Mai 2017
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  7. Bernd C.

    Bernd C. Member


    Von wirklich benötigen, kann natürlich keine Rede sein. Aber das trifft auf die Stilanalyse insgesamt zu. Für mich persönlich ist das hier nicht mehr oder weniger relevant als die anderen Teile der Stilanalyse. Welcher Aspekt davon für einen selbst am hilfreichsten ist, richtet sich nach dem individuellen Stil und den individuellen Schwächen. Für mich persönlich z.B. ist die Markierung von Passiv-Konstruktionen irrelevant. Passivkonstruktionen benutze ich so selten und wenn dann sind sie in meinen Augen auch sinnvoll. Ich habe in meinem kompletten Manusskript mit Hilfe der Stilanalyse keine Passivkonstruktion gefunden, die ich aufgrund dessen ersetzt habe. Im Vergleich dazu stören dann die "falschen" Markierungen. Bei anderen mag das vielleicht anders sein. Aber da die Stilanalyse individuell konfigurierbar ist, ist das überhaupt kein Problem. Ich schalte diese Funktion eben entsprechend aus. Nichtsdestoweniger halte ich sie im Ansatz durchaus für sinnvoll.

    Was den konkreten Vorschlag betrifft: Ich habe den Eindruck, dass relativ viele damit Probleme haben. Der übertriebene Beispielsdialog im Ausgangsposting ist gar nicht so weit von dem entfernt, was ich immer wieder tatsächlich in abgeschwächter Form so lese. Viele (das ist jetzt etwas, was mich glücklicherweise wiederum kaum betrifft) verwenden aus Angst vor Wortwiederholungen auf engem Raum eine störende Menge an Synonymen für "sagen". Eine optische Heraushebung kann dabei helfen, wenn man sieht, dass auf 10 Zeilen 10 teilweise exotische Redeverben stehen.

    Ich finde v.a., es ist eine optimale Funktion für die Stilanalyse. Während des Schreibens konzentriert man sich immer auf die gesprochenen Worte. Die sind ja letztlich auch viel wichtiger als die Verwendung von Redeverben. Und während ich überlege, was der Gesprächspartner am besten antworten soll und wie er es formulieren soll, kann ich mir schlecht Gedanken machen, ob da jetzt im Satz zuvor ein "sagte er", ein "schlug er vor" oder was auch immer steht. Wenn ich mich darauf konzentriere, verliere ich die Konzentration für den Dialog selbst. Deshalb ist das etwas, was ich mir genauer anschaue, wenn mein Dialog letztlich fertig ist und dann auch im zweiten Bearbeitungsschritt noch einmal, nachdem ich den Dialog selbst überarbeitet habe. Und das ist genau der Punkt, in dem auch die Stilanalyse ansetzt.

    Außerdem denke ich, dass bei vielen die Grundsensibilität für die Funktion von Redeverben ein Stück weit fehlt. Es ist völlig in Ordnung im flüssigen Schreiben zunächst ein "sagte er" zu setzen. Aber im zweiten Schritt sollte ich mir bewusst machen, dass diese unscheinbaren Wörter ebenfalls eine Wirkung haben. Sie unterbrechen etwa den Fluss des Gesprochenen und stellen eine kurze Pause im Dialog dar. Über diese Mittel kann ich die zeitliche Abfolge und den Rhythmus des Dialogs steuern. Dabei habe ich die Bandbreite von nichts steht zwischen den beiden Zitaten über eine oder zwei Redehandlungen stehen dazwischen, bis es steht zusätzlich noch etwas dazwischen zur Verfügung. Und ich habe eben das Gefühl das sich viele Autoren (gerade natürlich Hobbyautoren) gar nicht darüber bewusst sind, dass sie diese Mittel zur Verfügung haben. Und auch diese Erweiterung der Stilanalyse soll auch ein Stück weit dafür sensibilisieren.

    Aber auch Autoren, die die Funktion von Redeverben durchaus kennen, kann es passieren, dass eins in den Text rutscht, dass weggelassen werden könnte und was zunächst unauffällig ist und dadurch auch beim Überarbeiten nicht mehr automatisch hinterfragt wird. Das Beispiel mit der Felswandszene. Da ist es fraglich, ob man beim einfachen kontrolllesen (noch verschärft, wenn die vorhandenen Funktionen der Stilanalyse einige andere Dinge im Umfeld anstreicht) diese unscheinbare "rief er" nochmal hinterfragt und auf die Idee kommt, dass die Szene gewinnen könnte, wenn man es weglässt. Das ist dann wiederum letztlich die Füllwortfunktion, die ja genau so in anderen Konstellationen von der Stilanalyse markiert wird.


    Es ist ein Hilfsmittel und mir persönlich hilft es. Zum einen dabei Redeverben an Stellen zu hinterfragen, wo ich sie normalerweise nicht hinterfragt hätte. Zum anderen auch bereits beim Schreiben dadurch, dass ich mich voll auf den Dialog konzentrieren kann mit dem Gedanken im Hinterkopf "die Redeverben schaue ich mir danach an". Früher habe ich das gemacht, indem ich den Dialog erstmal in Drama-Form geschrieben habe und dann erst in Prosa "übersetzt" habe. Jetzt schreibe ich gleich in Prosaform ohne mich dabei groß um das Drumherum zu kümmern.


    PS: So schnell macht man sich nun auch wieder nicht unbeliebt. ;)



    Wie sieht denn deine Füllwortliste aus? Ähnlich wie meine? Was hast du anders gemacht?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Mai 2017
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  8. Freyr

    Freyr New Member

    Hallo Bernd,

    ich wollte Deine Idee/ Arbeit nicht schlecht machen und mit Sicherheit kann und wird es für viele sehr hilfreich sein, wenn sie darauf aufmerksam gemacht werden.

    Habe ja auch nur von mir gesprochen ;)

    Wünsche Dir einen schönen Abend.

    Liebe Grüße
    Freyr
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Mai 2017
  9. olibos

    olibos Member

    @Freyr:
    Meine Füllwortliste enthält nur wenige Dialogeinträge, da ich sie schon beim Schreiben nur sparsam verwende, und solche aus Deiner Kategorie 3 von Haus aus nicht häufig auftreten.
    Ich verwende die Stilanalyse in diesem Punkt hauptsächlich, um die "Standard" Redeverben wie sagte, fragte usw. beim Überarbeiten durch treffendere Verben zu ersetzen.

    Andere Einträge haben ich in der Liste durch # deaktiviert, da ich in Sachen Stil nicht immer mit der mitgelieferten Liste übereinstimme. Beispielsweise hat »erwiderte er« für mich nichts mit Hellsehen zu tun, daher habe ich es "ausgeixt"

    @Ulli:
    An der Stelle möchte ich einen alten Vorschlag noch einmal in den Ring werfen:
    Ich würde es begrüßen, wenn man normalen Text und Dialoge getrennt behandeln könnte, da es hier ganz unterschiedliche Stilanforderungen gibt.
    z.B. sind Füllwörter in einem Dialog viel häufiger, da ohne sie die gesprochene Sprache oft hölzern und unnatürlich wirkt. Auch Wortwiederholungen sind in Dialogen viel weniger kritisch und als Charakterisierung einer Person manchmal sogar nützlich.
     
  10. AndreasE

    AndreasE Well-Known Member

    Ein guter Vorschlag, der übrigens Punkt 3 der 10 Punkte-Methode, auf der die Stilanalyse beruht, entspricht: Die Teile eines Textes, die einen Dialog dem Sprecher zuordnen, heißen bei mir Dialogauszeichnungen, Redeverben werden dabei verwendet, aber nicht nur. Es macht einen Unterschied, ob man schreibt:

    "Ich weiß", sagte er.
    "Ich weiß", sagte er leise.
    "Ich weiß", flüsterte er.

    Jedes Mal eine andere Stimmung, nicht wahr? Wobei keiner dieser Sätze für sich genommen falsch oder richtig ist; es kommt immer auf den Kontext an.

    Ich erinnere mich nicht mehr genau, warum diese Funktion nicht schon von Anfang an enthalten war: Vermutlich aufgrund technischer Schwierigkeiten - und weil sie nicht ganz so wichtig ist. Denn anders als Adjektive oder unpassende Doppelworte, die sich rein optisch nicht von den sie umgebenden Wörtern unterscheiden und deshalb durch die Stilanalyse-Funktion sozusagen ins Scheinwerferlicht gerückt werden sollen, damit man sie sich nochmal genauer anschaut, sind Dialogauszeichnungen ja unübersehbar.

    Aber es wäre vielleicht trotzdem gut, wenn die Stilanalyse sie auch anmahnen würde, damit man dran denkt, darüber nachzudenken, ob man alle braucht. Meistens braucht man sie nämlich nicht, oder zumindest nicht alle.

    Ein guter präventiver Kniff beim Schreiben ist, alle Dialogpassagen erst mal ganz "nackt" hinzuschreiben, ohne jegliche Zuordnung zu den Sprechern, und erst, wenn alle Wortwechsel knackig dastehen, in einem zweiten Durchgang zu schauen, wo ein bisschen Klarheit darüber, wer was sagt, dem Leser gut täte. Das schafft nicht nur "luftigere" Dialogpassagen, wie man sie heutzutage gern liest, sondern führt im Nebeneffekt auch automatisch eher dazu, dass man die Stimmen der Figuren nach Sprachduktus, Wortwahl und so weiter unterschiedlich gestaltet (es sollten nämlich nicht alle Figuren eines Romans gleich klingen - ein Pfarrer redet anders als ein Lausbub, ein Buchhalter anders als eine Wurstverkäuferin auf dem Markt usw.).

    Und nochmal die Erinnerung, dass man in einem Text unbegrenzt oft "sagte" verwenden kann: Dieses Wort ist eigentlich nur noch ein Satzzeichen. Es ist unnötig, krampfhaft nach Synonymen zu suchen und die Figuren fortwährend sich "äußern", "meinen" oder "entgegnen" zu lassen, ganz zu schweigen vom "Bestiarium": Wenn Romanfiguren "krächzen", "jaulen", "brüllen", "schnauben" und so weiter - das sollte wirklich nur die Ausnahme sein.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Mai 2017
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  11. Bernd C.

    Bernd C. Member


    Keine Angst, so habe ich das auch nicht aufgefasst. Und es hilft ja auch weiter, wenn jemand sagt, dass er das für sich selbst nicht braucht. Da dürfte ich als Autor nicht tätig sein, wenn ich schon bei solcher Kritik (zumal es ja eigentlich gar keine war) beleidigt wäre. ;)



    Das treffenste Verb, wenn jemand etwas sagt, ist meistens "sagen". ;) Im Alltag und in Gesprächen ist das was wir zu 90% tun einfach nur "sagen". Und ich muss meinen Leser im Regelfall auch nicht belehren, dass das gerade Gesagte z.B. ein Widersprechen war. Das ergibt sich bereits aus dem Inhalt. Ich persönlich finde kaum etwas schrecklicher zu lesen, als eine Häufung von Synonymen für sagen (oder vermeintlich genaueren Wörtern), wenn eigentlich tatsächlich nur gesagt wird. Aber das ist vielleicht auch persönlicher Geschmack. Und die Stilanalyse würde ja insoweit auch keine Unterschiede machen und die Verwendung der Wörter selbst, bliebe dem Autor ja stets überlassen.


    Lustigerweise ist es genau diesem Eintrag geschuldet, dass ich auf die Idee mit den Redeverben gekommen bin. Bei der Feststellung, dass erwidern nichts mit Hellsehen zu tun hat, habe ich mir gedacht, dass es aber doch eigentlich sinnvoll ist, wenn erwidern angestrichen wird, nachdem es in der Tat ein Wort ist, dass ich regelmäßig in der Funktion als Redeverb vermeiden möchte. Dadurch kam's dann zu der Idee, dass es sinnvoll wäre, Redeverben allgemein anzustreichen.




    Das ist kurios. Die Methode kannte ich (wir hatten ja auch mal Mailkontakt wegen der juristischen Probleme) - auch wenn ich sie nicht für mich angewendet habe - aber auf die Idee kam ich dennoch erst über Umwege (s.o.).



    Das ist richtig. Was aber natürlich die Stilanalyse im Rahmen der Worterkennung nur leisten kann, ist die Erkennung von Redeverben. Einen Unterschied zwischen "sagte er" und "sagte er leise" kann dabei dann nicht gemacht werden. Was die Stilanalyse leisten kann, ist die Redeverben selbst zu erkennen (also hier das "sagte" und das "flüsterte"), womit aber 95% der "Dialogauszeichnungen" ausreichend gekennzeichnet sind.


    Das würde ich nicht so deutlich unterscheiden. Sie sind deutlich erkennbar, wenn man danach sucht und dann auch leichter aufzufinden. Aber letztlich gilt das auch für Adjektive und Füllwörter. Beim Schreiben aber und auch beim ersten Korrekturlesen gilt die Konzentration den Dialogen selbst. Und da ist es besonders verlockend über die Dialogauszeichnungen hinwegzulesen, gerade denn, wenn man sie letztlich, wie du zutreffend sagst, als Satzzeichen empfindet. Insofern finde ich, dass bei Dialogauszeichnungen gerade eine besondere Gefahr besteht, sie zu überlesen und sich nicht ausreichend mit ihnen zu beschäftigen.




    Ich habe es lange Zeit ähnlich gemacht, wie oben geschrieben, indem ich die Dialog erstmal im Dramastil verfasst habe. Mittlerweile bin ich zum Prosastil übergegangen. Letztlich ist das aber wohl eine Frage des Geschmacks.

    Was den Tipp betrifft: Das ist sicherlich grundsätzlich eine gute Übung, aber ich würde es als auch als Anfänger nicht immer so machen. V.a. finde ich, dass das nicht generell ein guter Ansatz sein muss. Es ist ein guter Ansatz, wenn man feststellt, dass man das Problem hat, dass alle Figuren gleich klingen. Das sollte natürlich tatsächlich nicht so sein und da sollte man dann auch gezielt rangehen. Aber, was ich häufig feststelle - v.a. bei veröffentlichten Werken - ist das genaue Gegenteil. Oft haben die Figuren ein viel zu eigenartige Sprache, eine Überzeichnung die fast schon parodistische Züge erreicht. Ein Pfarrer redet nun mal in der Realität im Alltag nicht so wie bei der Predigt in der Kirche. Er apostrophiert wildfremde Leute nicht mit "mein Sohn" und hat auch nicht zu jeder bedeutungslosen Aussage eine passende Bibelstelle im Kopf. Und wenn man in der realen Welt mal mittags das kurze Gespräch des Buchhalters am Würstchenstand mit der Verkäuferin belauscht, stellt man fest, dass es keine unüberwindbaren sprachlichen Unterschiede gibt und man einem schriftlichen Gesprächsprotokoll gar nicht unbedingt entnehmen kann, wer da was gesagt hat. Dazu kommt das Phänomen, dass wir in Gesprächen (um so mehr, je länger sie dauern) dazu neigen uns ein Stück weit der Sprache unseres Gesprächspartners anpassen. So wird auch der Literaturprofessor in einem Gespräch mit einem Jugendlichen hochtrabende Ausdrücke vermeiden und sich vielleicht sogar Begriffen der Jugendsprache bedienen, während der Jugendliche mitunter versucht ist möglichst gehobene Sprache zu verwenden.

    Wenn abends in der Kneipe oder auf dem Dorffest Pfarrer, Mechaniker, Schüler, Professor und Hausfrau zusammensitzen, wird man sich in der Realität selbst als geschickte Analytiker schwer tun, die Berufe der Personen allein aufgrund von Duktus und Sprachstil zu erraten. In einigen Büchern reicht dafür ein kurzer Dialog. Gerade über die Sprache der Protagonisten kommen die meisten Klischees in den Text. Und ich habe den Eindruck, dass viele Autoren in diesem Bereich eher zu viel als zu wenig machen.

    Entsprechend ist das sicherlich ein sehr guter Ansatz für Leute, die Schwierigkeiten haben sprachliche Eigenheiten von Charakteren herauszuarbeiten. Aber man sollte sich vorher im Klaren sein, ob man zu dieser Gruppe gehört. Und m.E. sollte nicht aus jedem Dialog rein aus Duktus und Sprachstil hervorgehen, von wem eine Aussage stammt. Wenn das der Fall ist, sollte man genau überprüfen, ob man es mit der Eigenartigkeit der Sprachstile nicht übertrieben hat. Insofern ist der Ansatz natürlich auch wiederum für die andere Gruppe interessant. Nur dann mit dem anderen Blickwinkel: Ist immer zu erkennen, wer spricht ohne Auszeichnung und ohne inhaltlichen Kontext? Dann Vorsicht.



    Dazu habe ich eigentlich nichts anzumerken. ;) Aber ich möchte es dennoch noch einmal zitieren, weil man es eigentlich gar nicht oft genug sagen kann. Und dennoch wird in so vielen Veröffentlichung in einem unerträglichen Maß erwidert, entgegnet, gekontert, geäußert, erläutert etc.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Mai 2017
  12. Freyr

    Freyr New Member


    Lieb von Dir :)


    Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße
    Freyr
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Mai 2017
  13. Fitzliputzli

    Fitzliputzli Active Member

    In meinen Ohren klingt es nach Schulaufsatz, wenn die Dialogauszeichnungen mit Information überfrachtet werden. So wollte es unsere Deutschlehrerin: (schrie er, gab sie zu bedenken, unterbrach er, keuchte sie hervor, bellte er dazwischen, konterte sie, usw.).
    Meine Gegenthese: Informationen an anderer Stelle transportieren, dabei die Inquit-Formeln so unauffällig wie möglich halten. Ich persönlich verwende fast ausschließlich 'sagte' und 'fragte'.
     
    AndreasE und Waba gefällt das.
  14. Ben Vart

    Ben Vart Guest

    Das kann aber schnell langweilig werden. Fragte, merkt der Leser am Fragezeichen am Satzende. "Sagte" sollte er eigentlich an den Anführungszeichen feststellen. Natürlich sagt ein Protagonist etwas, wenn ein Dialog erscheint. Aber mit welchen Emotionen wird er geführt?

    Andererseits kann ein Autor - und sollte es auch tun - mit Dialogauszeichnungen Emotionen beschreiben. Und auch Charaktereigenschaften. "Widersprach" ist ein Verb, das dem Leser einen Dialog verdeutlicht und gleichzeitig den Charakter eines Protagonisten beschreiben kann. "Brüllte" ebenso. "Schrie" zeigt eindeutig Emotionen. Nicht immer gelingt es, diese Emotionen an anderer Stelle so zu verdeutlichen, dass der Leser sie beim entsprechenden Dialog noch parat hat. Dazu braucht es dann schon wirklich gut ausgearbeitete Dialoge, die diese Emotionen und Charaktereigenschaften dann auch tatsächlich transportieren.
     
  15. Fitzliputzli

    Fitzliputzli Active Member

    Stimmt. Es geht auch nicht darum, die Tätigkeit (sagen, fragen) zu markieren, sondern die Person, die es tut. Das natürlich nur dort, wo es ansonsten missverständlich werden würde. Im Zweifel ganz weglassen.

    Genau diese Befürchtung halte ich für eine Falle. Sie führt oft in die Überladung der Inquit-Formeln. Wie gesagt, Schulaufsatz-Stil. Natürlich kommt es auch bei mir gelegentlich vor, dass ich etwas anderes verwende, aber gut 80 % meiner Inquit-Formeln bestehen tatsächlich aus 'sagte' und 'fragte'. Ein Lektor hat sich darüber noch nie beschwert. Gelegentlich wird bei mir mal geflüstert oder so. Aber um "widersprach" oder "unterbrach" mache ich einen Riesenbogen. Sowohl der Widerspruch als auch die Unterbrechung gehen ja aus dem Gesagten hervor. Das nochmal zu verdoppeln, empfinde ich als Entmündigung des Lesers.
     
  16. Ben Vart

    Ben Vart Guest

    Im Prinzip richtig. Aber man darf durchaus den Leser darauf aufmerksam machen, wenn es sich bei dem Charakter zum Beispiel um einen penetranten Widerspruchsgeist handelt.
    Ich weiß nicht, was du schreibst. Also Romane, Fachbuch, Artikel. Ich weiß halt nur, dass Zitate in Zeitungsartikeln sehr gern mit "sagte" beendet werden, um zur die Quelle des Zitats überzugehen. In Romanen meide ich "sagte" wie der Teufel das Weihwasser, nutze aber sehr gerne Verben am Ende von längeren Dialogen, um den Leser mal wieder auf die Spur zu bringen, wer nun grade gesprochen hat.
    Selbst Adjektive in jeder Form - auch auf die Gefahr hin, von Papyrus angemeckert zu werden - um einen Charakter zu beschreiben und seine Stimmung wieder zu geben, kommen bei mir häufig, aber nicht gehäuft, vor.
     
  17. Yoro

    Yoro Active Member

    Mit 'sagen', 'meinen' und 'fragen' komme ich auch über weite Teile aus, Ausnahmen kommen natürlich ab und zu ebenfalls vor. Wendungen wie
    "Blablublaberschwafelschwall", brüllte sie.
    kann ich auch nicht leiden, genau wegen dieses von Fitzliputzli schon angesprochenen Schulaufsatz-Stiles. Wenn aus dem Gesagten wirklich nicht hervorgeht, dass gebrüllt wird, schaue ich, dass ichs umschreiben kann, z.B.
    "Blablublaberschwafelschwall!" Angelas Gebrüll war mit Sicherheit bis auf die Straße zu hören.
    Gelegentlich mag ich auch Dialoge, die völlig auf sagte & Co verzichten. Ganz schnelles Beispiel:

    «Was haltet ihr davon?» Voller Begeisterung blickte Klaus in die Runde. «Eure Meinungen bitte.»
    «Na ja, es könnte klappen, aber ich weiß nicht so recht, genausogut könnte es auch völlig schief gehen ...»
    «Dass du immer alles so negativ sehen mußt!» Wie immer ging Katrin bei Monika voll auf Konfrontationskurs. «Ich finde die Idee genial, so machen wirs.»
    «Jetzt wartet doch mal, bevor wir irgendwas überstürzen, sollten wir das Für und Wider ausführlich diskutieren.»
    Klaus verdrehte genervt die Augen. «Oh Mann, Peter, gibts eigentlich irgendwas, das du nicht stundenlang diskutierst, bevor du es machst?»
    «Aufs Klo gehen vielleicht?» Katrin grinste. ...

    Tante Edit @Ben Vart: Als gezieltes Stilmittel, um eine Charaktereigenschaft besonders hervorzuheben, finde ichs auch in Ordnung - solange es sich nicht häuft.



     
  18. AndreasE

    AndreasE Well-Known Member

    Ja, genau das strebe ich auch an. Insbesondere das "Bestiarium" gilt es zu meiden ("brüllte er", "quietschte sie", "röhrte er", "grunzte sie" …).

    Denn
    "Scheiße!", schrie er. Er war wütend.
    ist eindeutig dreifach gemoppelt, und das muss nicht sein. ;)
     
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  19. Fitzliputzli

    Fitzliputzli Active Member

    (y)(y)(y)
     
  20. Ben Vart

    Ben Vart Guest

    Verwenden kann man's wohl. Aber irgendwann klingt's einfach nur noch schei . . e und bringt dem Autor den Vorwurf ein, er habe einen nur begrenzen Wortschatz.
    Da widerspreche ich mal kurz. Vielleicht doppelt gemoppelt wegen Ausrufezeichen und "schrie er", aber nicht dreifach. Denn "Scheiße!" kann ich auch aus Enttäuschung brüllen. Oder vor Überraschung. Oder gar Entsetzen. Eventuell sogar Sprachlosigkeit. Da muss ich nicht automatisch wütend sein.
     
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