Die Papyrus Autor Installation - Who is Who

Dieses Thema im Forum "Hilfe und Support" wurde erstellt von Ulli, 10. August 2019.

  1. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Steht zwar auch in ähnlicher Form im Handbuch, aber da zum Thema "Was gehört denn eigentlich zu Papyrus Autor genau dazu" sowie "wie sehen meine Texte und Projekte aus" immer mal Verständnisfragen hochkommen, hier nochmal zum Schnell-Finden für unsere Forenleser.

    Das Folgende aus Beitrag 1 zur Installation gilt nicht für das automatische Update - da muss man sich um nix kümmern. Der Beitrag hier ist also eher etwas für "Power-User".
    Kann man sich als Wissen aneignen - muss man aber nicht :)

    Wenn man Papyrus Autor händisch neu installiert und es schon eine alte Version gibt (bspw. eine Demo oder Vorversion), halte ich es immer für gut, nicht über alte Ordner darüber zu installieren.
    Es gibt keinen Grund, alte Installationen nicht einfach links liegen zu lassen (dann könnte man sie auch nochmal benutzen, wenn man das unbedingt will) oder sie komplett zu löschen.

    Für eine meist, aber eben nicht immer funktionable - und daher schlechte - Lösung halte ich das händische Darüberinstallieren einer neuen Version über einen alten Ordner. Das kann (und wird meist auch) klappen, aber hier und da eben nicht.
    Bei derlei können Dinge durcheinandergeraten, bspw. weil das System gerade zickt und blockt und meint, eine veraltete Datei darf aber nicht überschrieben werden, weil das Antivirus-Programm sich gerade aus Langeweile genauer anschaut etc. - sowas und viele Schikanen mehr können alle passieren.

    Also, langer Rede, kurzer Sinn - lieber immer in einen frischen Programmordner installieren.
    Den kann man ja beliebig benennen, wie man möchte (z.B. mit der aktuellen Versionsnummer ergänzt).

    Welche Dateien hat Papyrus Autor und welche bedeuten denn was, und worauf muss ich aufpassen?
    1. Betriebssysteme versuchen zu schützen (mehr oder minder sinnvoll, aber sie tun's)

      Win und Mac OS folgen der Doktrin, dass es geschützte Programmbereiche geben sollte, damit Programme besser vor Viren und anderem Beschuss gefeit sind.
      Daher sind nach dem Installieren diese Programm-Ordner nicht mehr veränderbar. Folgt man beim Installieren dem System-Vorschlag, liegen Programme nach der Installation unter Win in C:\Programme\..., Bei Mac im Ordner "Applications".
      Wo das installierte Papyrus liegt, sieht findet man übrigens im Menü "Datei" (Mac: "Ablage") unter "Öffne andere..." und dann "Ordner mit der Papyrus-Programmdatei zeigen".
      Ich installiere ganz gern mal außerhalb auf einer anderen Partition und habe dann alle Rechte über meinen Programmordner - kann man machen, muss man aber nicht. Geht auf alle Fälle, sogar auf externen Festplatten und USB-Sticks (wo man sein Papyrus Autor dann mitnehmen und woanders verwenden kann).

      Damit man aber Dinge wie die Einstellungen fürs Programm abspeichern kann, liegen die Einstellungsdateien in beschreibbaren Bereichen für zusätzliche Programmdateien - Win in "%appdata%", Mac in "Preferences".
      In Papyrus kann man auch hier wieder schmulen, wo diese geheimen Orte denn sind ("Öffne andere..." -> "Ordner mit Einstellungsdatei zeigen").

      Dann gibt's noch den Anwender-Bereich im System (oder irgendeinen selbst gewählten Ort), wo man seine eigenen Texte und sonstigen Dateien abspeichert. Das kann kunterbunt auf der Festplatte oder Cloud verstreut sein oder liegt simpel bei "Anwender" -> "Dokumente".
      Im Anwender-Bereich finden sich auch die Backups der eigenen Texte.

    2. Externe Papyrus-Dateien, die wichtig sind
      Wie unter 1. beschrieben, gibt's im Betriebssystem einen eigenen Bereich, wo die Einstellungen gespeichert werden (zu finden unter "Öffne andere..."). Das sind in Papyrus Autor:
      papyrus.ini (Win) / Papyrus Preferences (Mac) - darin steht, wie man sich sein Papyrus so konfiguriert hat. Diese Papyrus Einstellungs-Datei kann man löschen, wenn sie bspw. durch einen Kühlschrank-Knacks, ein Fremdprogramm oder was-auch-immer verändert wurde. Papyrus nimmt dann einfach die aus seiner Voreinstellung.
      Gleiches gilt für eigene, abgeänderte Vorlagen-Texte (pap oder pav) und eigene Wörterbücher (tlx).
      Auch die Einstellungs-Datei für möglicherweise abgeänderte globale Formatvorlagen (für das Aussehen von Absätzen und Texten) liegt dann im Einstellungsbereich (_formatvorlagen.glo).
      Wie gesagt, diese abgeänderte Kopie der mitgelieferten _formatvorlagen.glo gibt's aber nur, wenn man globale Formatvorlagen geändert hat (was vermutlich nicht jeder macht).

    3. Der Papyrus Autor Programmordner
      Essentiell sind hier:
      Die Programmdatei "Papyrus Autor.exe" (Win) oder "Papyrus Autor Application" (Mac).
      Wichtige Ordner, die auch nicht durcheinandergeraten sein dürfen (!), sind:
      Der Ordner "plugins" (darin liegen wichtige Programmteile für die Systemnutzung).
      Der Ordner "Duden2018" (bzw. mit höherer Jahreszahl) enthält die Rechtschreibkorrektur "Duden Korrektor für Papyrus" in aktueller Version.
      Der Ordner "Module" enthält im Ordner "jre" und "filter" weitere Programmbestandteile, die u.a. für den docx Im- und Export wichtig sind.

      "Papyrus Autor" Ordner - Nicht-Essentielles, aber wichtig - der Vollständigkeit halber noch benannt:
      Im Ordner "Module/vorlagen.fix" liegen die Vorlagen für neue Texte, globale Formatvorlagen, andere Textarten und Datenbanken. Nicht uuuunbedingt notwendig, aber doch sehr wichtig.
      Der Ordner "Anleitung" enthält das Haupt-Handbuch und weitere kleine Hilfstexte.
      "Beispiel-Dokumente" und "Adressen" dürfte klar sein.
      "Vorlagen" enthält viele Dokument-Vorlagen für Romane bspw. im Amazon-, Neobooks- oder BoD-Layout.
      "Wörterbücher" enthält Ergänzungs- und Fremdsprachen-Wörterbücher sowie einen Teil des Thesaurus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. August 2019
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  2. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Teil 2 - was ist wichtig für meinen Text und was für mein Projekt

    Ein Text heißt einfach mit der sog. "Extension" Name.pap. Das ist DIE Datei, das ist DEIN TEXT. Meist steckt da schon alles drin.
    Je nach Einstellung des Betriebssystems sieht man das nicht unbedingt (was ich doof finde und was das Erste ist, was ich mir auf einem neuen Computer umstelle - unter Win bspw. bei "Ansicht" -> "Optionen" -> "Ansicht" -> "[X] Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden". Ich möchte schon genau wissen, wie meine Dateien heißen - pap oder doc oder docx oder wie auch immer.
    Eine Vorlage, die ein Speichern unter neuem Namen erzwingt, kann auch "pav" heißen, muss aber nicht (hatten wir mal optional eingebaut, hat sich aber nicht durchgesetzt - geht aber).

    Hat man erweiterte Backups an, hat ein Text einen zum Text gleichnamigen Ordner, der hinten "Backups" heißt und all die wichtigen alten Versionen aufbewahrt. Sonst liegen die Backups im Anwenderbereich, siehe Posting hiervor.
    Speichert man seine Bilder nicht im Textdokument mit ab, gibt's noch einen "Bilder" Ordner. Meist aber belässt man seine Bilder ja im Text, dann werden sie mit der pap Datei mit abgespeichert (empfohlen).

    Zusätzlich gibt es Datenbanken, insbesondere, wenn man mit Figuren und/oder Recherche gearbeitet hat. In den beiden letzten Fällen liegen die einfach dort, wo der Text liegt, und heißen "Figuren" bzw. "Recherche".
    In einer Datenbank liegen in einem Ordner die Daten in der Hauptdatei "pb", die letzten frischen Eingaben kommen in die Änderungsdatei ("log"). Ab und an möchte Papyrus die Datenbank aufräumen und sortiert dann die letzten Änderungen aus der log in die pb, wenn die log zu voll wird und als klein-schlank-schnell keinen rechten Sinn mehr ergibt.
    Das (oder bei mehreren Datenbank-Tabellen "die") Eingabeformular heißt "pbf", auch das sollte man sichern, wenn man da etwas Arbeit hineingesteckt hat (das Eingabeformular kann man sich ja beliebig ändern).
    "pb" und "log" sind also wichtig, denn da stecken Deine Daten drin, dazu vielleicht noch die pbf-Dateien.

    Ein paar - nicht essentielle - Einstellungen zur Datenbank stecken in der "set" Datei, und damit - insbesondere bei großen Datenbanken - die Suche schnell abläuft, gibt es noch eine Index-Datei idx - die kann aber verworfen werden, Papyrus baut sich dann schnell eine neue Indexdatei.

    Ein Projekt ist in Papyrus nun nichts anderes, als dass Papyrus darauf achtet, dass alle zueinandergehörigen Dateien in einem gemeinsamen Ordner liegen. Haupttext, Nebentexte (für Notizen etc.) und ggf. noch Datenbanken.
    Legt man ein Projekt an, dann macht Papyrus dafür einen neuen Ordner auf und packt die oben genannten Dateien dort hinein. Das ist mindestens der Haupttext "pap", hat man Figuren oder Recherche benutzt, legt Papyrus (gleich oder später - bei Benutzung, halt) einen entsprechenden Ordner "Figuren" oder "Recherche" an (als Unterordner vom Projektordner).
    Alle weiteren Texte in diesem Ordner werden als zum Projekt gehörig betrachtet, man kann also einfach etwas hineinkopieren (oder auch löschen).
    Man kann auch im Menü "Dokument" -> "Verzeichnisse" einen neuen Text mit alten Datenbanken verknüpfen, so dass sich Texte bspw. einer Trilogie auch Figurendatenbanken teilen können.
    Das war's auch schon - alle Dateien funktionieren auch alleine und für sich (klaut man dem Haupttext allerdings bspw. die Figuren-Datenbank, dann beraubt man sich der Zusatzinformationen für Figuren, die in eben der Figuren-Datenbank stecken).
    Zur Bequemlichkeit gibt's auch eine (nicht essentiell notwendige) Mini-Steuerdatei "papproject", über die man das Projekt auch öffnen kann, man kann aber auch genauso gut über den Haupttext gehen.
    Welche Dateien wie mit geöffnet werden, kann man sich im Menü "Dokument" -> "Verzeichnisse" -> "Verknüpfte Dokumente" einstellen.
     
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