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Thema: Charaktere und dann?
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| Charaktere und dann? [Beitrag #13498] |
Mo, 20 Mai 2013 09:33 |
Sheila
Beiträge: 4 Registriert: April 2013
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Junior Member |
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Hallo,
ich weiß, seit meiner Anmeldung hier habe ich mich ziemlich bedeckt gehalten. Mitgelesen habe ich, doch gab es nirgends ein Thema, bei dem ich weiterhelfen konnte.
Ich hoffe, es ist jetzt trotzdem nicht zu unverschämt, wenn ich um Hilfe bitte.
Folgendes:
Ich entwickle meine Stories immer über die Charaktere, d. h. ich erschaffe Charaktere, die mich (und hoffentlich andere auch!) faszinieren ud daraus entwickelt sich dann die Story. Bisher hatte ich damit auch kein Problem. Bis jetzt!
Ich habe einen faszinierenden Prota und einen ebenbürtigen und ebenfalls faszinierenden Anta, einen Halb- und einen Voll-Psycho, die ich nun beide aufeinander loslassen will. Persönliche Ebene ist auch gegeben, auf der einen Seite Hass und Rache (von meinem Prota) und Faszination und den Willen, einen ebenbürtigen oder gar überlegenen Gegner auszuschalten auf Seiten des Antas. Ich habe den Hintergrund der Story, die Hauptfiguren, den Start und weiß, wie es ausgehen soll (ok, nichts Neues, der Prota überlebt!). Was ich nicht weiß: Wie, zum Teufel, komme ich dahin?
Wie gesagt, bisher hatte ich das Problem noch nicht. Hatte ich die Charaktere, den Hintergrund, den Start und das Ende wusste ich auch, wie ich dahinkomme.
Habt ihr eine Idee, wie ich die Lücke füllen kann?
Vielen Dank im Voraus.
LG
Sheila
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| Aw: Charaktere und dann? [Beitrag #13499 ist eine Antwort auf Beitrag #13498] |
Mo, 20 Mai 2013 10:07 |
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Falkenmond
Beiträge: 63 Registriert: März 2013 Ort: Aschaffenburg
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Member |
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Es hört sich ein wenig an, als würdest du Gefahr laufen, dass dein Plot deine Charaktere antreibt, statt umgekehrt. Einen groben Umriß mit einem gewünschten Ziel zu schreiben ist ja okay, aber ich würde einfach mal die Charaktere "machen lassen". Wirf sie in z.B. in eine Konfrontation, irgendeine ungewöhnliche Situation, und sieh dann zu, wie sie reagieren. Ich weiß nicht, was für ein Genre du schreibst, aber wäre es Science Fiction, würde ich z.B. den Protagonisten das Schiff des Antagonisten stürmen lassen, aber bevor er sich rächt, gerät es ins Trudeln und dann geht es erstmal ums Überleben. Oder einer von beiden ist so Psycho, dass er den anderen doch eher töten will, statt sich selbst zu retten.
Ist vielleicht ein blödes Beispiel, aber so etwas in der Richtung. Wenn du die Charaktere gut genug kennst, werden sie von selbst anfangen zu handeln und den Plot vorantreiben.
Versteh mich bitte nicht falsch, ich will dich jetzt nicht zum Entdeckungs-Schreiben bringen. Da ist schließlich jeder von uns anders. Manche bereiten Plots gerne bis ins kleinste Detail vor (George R. Martin), andere schreiben einfach runter und gucken was passiert (Stephen King, angeblich). Manche liegen irgendwo dazwischen (ich ).
Aber ich denke einfach, wenn man hängt, ist es immer ganz gut die Charaktere mal in eine Extrem-Situation zu stecken, wo sie grundsätzliche Entscheidungen treffen müssen. Wenn es ein Krimi in der realen Welt ist, ersetze "abstürzendes Raumschiff" mit "Die beiden bekämpfen sich in einem Auto", oder etwas in der Richtung. Dann wird sich schnell zeigen, wie beide reagieren. Das Ergebnis wird sein, dass du die beiden danach etwas besser kennst und gleichzeitig hast du sie an einem neuen Ausgangspunkt, von dem aus es vielleicht einfacher fällt, den Bogen zu deinem gewünschten Ende zu spannen.
Das wäre meine Idee für einen Lückenfüller. Natürlich weiß ich nicht, ob das auf deine Geschichte passt, aber vielleicht hilfts ja 
Gruß,
Matthias
[Aktualisiert am: Mo, 20 Mai 2013 10:09] Den Beitrag einem Moderator melden
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| Aw: Charaktere und dann? [Beitrag #13500 ist eine Antwort auf Beitrag #13499] |
Mo, 20 Mai 2013 10:35 |
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Ulli
Beiträge: 1784 Registriert: November 2007
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Senior Member |
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Es klingt einfach sehr danach, dass Du "Zwischenideen" brauchst. Der Anfang des Weges ist gemacht, das Ende auch.
Es besteht die große Gefahr, so scheinst Du das jedenfalls zu sehen, dass das Mittelstück "künstlich" wirkt, weil es so werden muss, weil es in Form gepresst wird, während der Rest "natürlich" entstanden ist.
Zwei Wege können helfen:
Hilfe zur Selbsthilfe - Spielerisch "verrückte" Szenarien bauen. Denke Dich in Deine Figuren, spiele durch, was Deine Figuren so tun könnten, und baue Dir Szenarien, die hineinpassen und Deine Charaktere dazu bringen könnten, sich in die Richtung zu bewegen, in die sie "müssen".
Erfinde eine Reise durch eine Wüste, durch die Weiten Amerikas, auf der Route 66, und schaue, ob das hineinpassen könnte. Oder eine Schiffstour. Oder einen Unfall. Wenn es weiterhilft, feile daran.
Scheue Dich nicht, am Ende herumzuändern, wenn die Mitte dadurch weniger künstlich wird, damit Du Deine Leser nicht bis zum tollen Ende bereits verloren hast.
Anderer, zweiter Ansatz - lass' Dir von anderen helfen:
Stell' Dein Buch oder mindestens Deine Ideen anderen vor, einer Lesegruppe - das kann auch hier im Forum passieren, entweder öffentlich (mit der Gefahr, dass ein Verlag das als Vorveröffentlichung ansieht und das nicht will) oder in unserer geschlossenen Lesegruppe - vielleicht können wir Dich ja da mit Ideen "füttern", die Dir weiterhelfen.
Wichtig ist, dass das "absolut keine Ahnung, wie es weitergehen soll" abgebaut wird - einfach "machen", dabei werden die Ideen schon kommen!
Gruß
Ulli Ramps
R.O.M. Logicware GmbH, Berlin
[Aktualisiert am: Mo, 20 Mai 2013 10:42] Den Beitrag einem Moderator melden
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