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Thema: Sag mir was du liest ... (Belletristik)
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| Aw: Sag mir was du liest ... (Belletristik) [Beitrag #13531 ist eine Antwort auf Beitrag #3006] |
Fr, 24 Mai 2013 11:51 |
roalf
Beiträge: 19 Registriert: Juli 2012 Ort: Isenbüttel
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Junior Member |
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Hallo zusammen,
ich liebe Geschichten denen ein interessanter Gedanke zugrunde liegt. Ein Gedanke der den Leser dazu bringt, ihn weiterzuspinnen und mit seiner aktuellen Lebenswirklichkeit zu vergleichen. Eben deshalb liebe ich Science-Fiction. Auch und vor allem fast vergessene Autoren. Autoren, die genial und visionär waren. Jeder kennt den Namen Frankenstein.
Aber wer hat Mary Shelleys "Frankenstein" wirklich gelesen? Heute befindet sie sich in der Horror-Grabbelbox, damals war es ein SF allererster Güte. Und der Roman gewinnt bei jeder Meldung über Klonexperinente und Gentechik wieder an Aktualität. Man mag über Jules Verne lächeln, aber das Wissen der damaligen Zeit zugrunde gelegt, muss man ihm Genialität zusprechen.
Alle Giganten des SF, zu denen für mich H. G. Wells, Isaac Asimov, Arthur C. Clarke, Robert Heinlein, Aldous Huxley, Stanislaw Lem , George Orwell und Gore Vidal zählen, haben auch nach so langer Zeit nichts von ihrer Aktualität und Genialität verloren. Leider hat sich in diesem Genre heute die Visionslosigkeit breit gemacht. Von diversen, eher platten Dystropien mal abgesehen. Aber ich bin auf der Suche ...
Genre: Fantasie
Auch hier gibt es spannende Gedanken. Aber sehr, sehr selten. Leider tummeln sich in diesem Genre zumeist Versatzstücke von Tolkien, den Grimms oder anderen alten Autoren (Tolkiens Bücher habe ich übrigens nicht gemocht). Besteht Fantasie wirklich nur aus Elfen und Orks, Zauberern und Hexen, Vampiren und Werwölfen? ich habe das Gefühl, das zur Zeit dem Genre Fantasie die Fantasie fehlt. Mein Schatz sagte mal: "Ich sollte auf die Matheschulbücher Drachen malen, dann würden die Kinderlein sie zumindest öffnen". Und dann noch "Harry Potter". Bin ich eigendlich der einzige, dem das seltsame Elitedenken der Zauberer gegenüber den Muggeln ziemlich faschistisch vorkommt?
Deshalb möchte ich hier eine Lanze für einige Sachbücher brechen. Huch, oben steht etwas von "Belletristik" (?).
Egal, denn die nachfolgenden Bücher ordne ich für mich auch unter "Schöngeistiger Unterhaltungsliteratur" ein. Weil sie hautsächlich unterhalten wollen. Denn auch Sachbücher können spannend sein. Manchmal sogar spannender als jeder Krimi.
* Ich erinnere mich noch gut, wie ich "Die blinde Frau die sehen kann" von Vilaynur Ramachandran verschlungen habe. Ein Buch das sogar für das "zeit-totschlag-lesen" am Strand herhalten kann. Unterhaltung im allerbesten Sinn.
* "Schatten des Geistes" von Roger Penrose, ebenfalls sehr fesselnd zu lesen. Dieses ist aber weniger für den Strand geeignet.
* Daniel Kehlmanns "Die Vermessung der Welt" (irgendwas zwischen Roman, Sachbuch und Biographie).
* Viele mögen Schätzings "Der Schwarm", aber ich finde seine Resteverwertung des Schwams mit dem Titel "Nachrichten aus einem unbekannten Universum" lesenswerter und tatsächlich unterhaltsamer.
* Bill Bryson "Eine kurze Geschichte von fast allem". Ebenfalls für den Strand geeignet.
* Und zu guter Letzt Pratchetts: "Die Gelehrten der Scheibenwelt", "Die Philosophen der Rundwelt" und "Darwin und die Götter der Scheibenwelt".
Den Leser gut zu unterhalten, vielleicht zum Lachen zu bringen und ihn dabei, fast unbemerkt, auch noch etwas lernen zu lassen, ist die hohe Kunst der Literatur.
Gruß
Ralf
[Aktualisiert am: Fr, 24 Mai 2013 12:15] Den Beitrag einem Moderator melden
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