| Was man mit Computern NICHT machen sollte ... [Beitrag #4990] |
Di, 20 Oktober 2009 17:26  |
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Ulli
Beiträge: 1797 Registriert: November 2007
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Senior Member |
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... ist im überaus kurzweiligen und spannenden neuen "Eschbach" Polit-Thriller beschrieben:
"Ein König für Deutschland", Andreas Eschbach, Lübbe Verlag.
Lehrreich oder zumindest anspruchsvoll für Computer-Interessierte (je nach Vorbildung), spannend auch für an Politik Interessierte, eine geniale Geschichte, die beim Lesen einfach Spaß macht.
Und nein, diese meine Empfehlung hat nix mit Andreas' Engagement für Papyrus zu tun - ich war auch schon lange, bevor wir uns kennenlernten, ein echter Eschbach-Fan.
Den "König für Deutschland" hab' ich mir ganz normal geholt und in fast einem Rutsch durchgelesen (von einer viel zu kurzen Schlafperiode durchbrochen), bin begeistert - und schreibe hier davon, noch voll der Eindrücke.
Was mich sicher nicht unberührt lässt, ist natürlich auch das Wissen darum, dass dies der erste dicke Bestseller ist, von dem ich WEISS, dass er mit Papyrus Autor geschrieben wurde .
Aber ich glaube, ich hätte den "König" auch genial gefunden, wenn er mit 'nem anderen Programm entstanden wäre.
Also: Absolute Lese-Empfehlung!
Gruß
Ulli Ramps
R.O.M. Logicware GmbH, Berlin
[Aktualisiert am: Di, 20 Oktober 2009 17:26] Den Beitrag einem Moderator melden
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| Re: Was man mit Computern NICHT machen sollte ... [Beitrag #10841 ist eine Antwort auf Beitrag #4990] |
Mi, 25 Juli 2012 21:52   |
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Eugen
Beiträge: 8 Registriert: Juni 2012 Ort: Hochwald
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Junior Member |
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So, hab das Buch nun endlich auch gelesen. "Leider" muss ich sagen, dass ich ein ganz klein wenig enttäuscht bin.
Seit ich Andreas Eschbach entdeckt habe (durch "Quest", empfohlen durch einen Freund) habe ich seine Bücher verschlungen. Und das sage ich jetzt nicht nur um mich einzuschleimen Ich kenne wenig Bücher, die plötzliche, unerwartete Wendungen bieten wie z.B. bei "Der Nobelpreis" oder auch "Die Haarteppichknüpfer". Und ich habe wirklich alle Romane von ihm gelesen (ausser den neuesten, den muss ich mir noch besorgen) und auch einige der Jugendbücher (die auch für Erwachsene sehr unterhaltsam sind).
(ACHTUNG: In den folgenden Absätzen hat es ein paar Spoiler-Infos drin)
So war ich auch voller Vorfreude auf den König und die Story ist auch super. Ich habe aber drei Dinge, die mich etwas störten. Das erste war, dass die Referenzen z.T. etwas übertrieben waren. Natürlich hat Hr. Eschbach ein riesiges Wissen (das merkt man sehr schnell), aber oft wirkte es etwas "aufgesetzt". Hier noch ein RL (= Real Life) rein, da noch ein "ARG" (=Alternate Reality Game). Diese Begriffe fingen mit der Zeit an mich zu stören. Wie wenn jemand prahlen müsste, was er alles weiss. Das hätte er meiner Meinung nach nicht nötig gehabt. Die Referenzen auf Zeitungsartikel oder Gesetze hätten gereicht.
Das zweite war das Spiel-Volk, das meiner Meinung nach zu dumm und zu schäfchen-artig agierte. Klar, die verschiedenen Ideen für neue Gesetze waren genial und witzig. Aber der Trick "ihr müsst alle für mich stimmen, damit wir das nächste Level erreichen"? Das war mir etwas zu Clichéhaft für Gamer.
Das schlimmste für mich aber ist die "Deus-Ex-Machina" mit Zantini und dem Wechsel der Chips. Das er das Geheimnis mit ins Grab nimmt, mag ja sein (viele Zauberer würden das wohl wirklich tun), für den Leser ist es aber sehr unbefriedigend. Fast machte es den Eindruck, als wüsste Andreas Eschbach selber nicht, wie es funktionieren könnte, und macht es sich so recht einfach, in dem er die Lösung nicht präsentieren muss. Erinnerte mich an den Schluss der Fernseserie LOST, die auch viele Fragen offen liess und sehr unbefriedigend endete.
Das Ganze ist aber Jammern auf hohem Niveau und ich werde weiterhin alle Bücher von ihm kaufen und lesen (auch das ist nicht geschleimmt, ich bin wirklich ein Riesen-Fan). Ich finde nur, es gibt viel, viel bessere Bücher von ihm, als der König. Ich würde ihn deshalb nur bedingt an Eschbach-Interessierte als erste Lektüre empfehlen. Da schon eher "Das Jesus-Video" (das leider durch den Fernsehfilm extrem verhunzt wurde) oder "Eine Billion Dollar" oder "Quest" oder... ...
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| Aw: Re: Was man mit Computern NICHT machen sollte ... [Beitrag #10942 ist eine Antwort auf Beitrag #10938] |
Mo, 13 August 2012 09:51   |
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AndreasE
Beiträge: 371 Registriert: Januar 2008 Ort: Bretagne
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Senior Member |
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ike schrieb am So, 12 August 2012 18:36AndreasE schrieb am Do, 26 Juli 2012 14:53... Und außerdem wollte ich schon immer mal einen Roman mit Fußnoten schreiben.
Du wolltest in den Spuren Terry Pratchets wandern?
Eher nicht. Ich hab noch nie einen von seinen Romanen gelesen. Nicht meine Sorte von Humor.
iMac/OS X.6 -- Papyrus AUTOR 6
[Aktualisiert am: Mo, 13 August 2012 09:51] Den Beitrag einem Moderator melden
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| Aw: Re: Was man mit Computern NICHT machen sollte ... [Beitrag #10973 ist eine Antwort auf Beitrag #10971] |
Di, 14 August 2012 21:56   |
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Ulli
Beiträge: 1797 Registriert: November 2007
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Senior Member |
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Durchaus. Ich habe selten einen derart vielschichtigen Humor britischer Art im besten Sinne erlebt wie bei Terry Pratchett.
Mehrmals lesen heißt, immer wieder neue Dinge zu entdecken, erneut aus anderem Blickwinkel zu lachen, zu staunen und einfach eine gute Zeit zu haben.
Obwohl die Geschichten eigentlich eher flache Fantasy sind - oder eher eine Persiflage auf Fantasy - komme ich bei Terry Pratchetts Geschichten so intensiv ins Nachdenken wie sonst ... hm nee, eigentlich bei keinem anderen Autor.
Gruß
Ulli Ramps
R.O.M. Logicware GmbH, Berlin
[Aktualisiert am: Di, 14 August 2012 21:57] Den Beitrag einem Moderator melden
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| Aw: Re: Was man mit Computern NICHT machen sollte ... [Beitrag #10997 ist eine Antwort auf Beitrag #10973] |
Mi, 15 August 2012 16:57   |
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AndreasE
Beiträge: 371 Registriert: Januar 2008 Ort: Bretagne
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Senior Member |
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Ja, das höre ich immer wieder. Britischer Humor und so. Den mag ich eigentlich ja auch (bei Monty Pythons kann ich mich regelmäßig wegschmeißen, und Douglas Adams kann ich auch immer wieder lesen). Aber wann immer ich einen Pratchett zur Hand nehme und anlese, fallen mir die Augendeckel zu. Keine Ahnung warum.
Dabei hab ich ihn ein paar Mal getroffen (wir haben in Frankreich denselben Verleger) und fand ihn im direkten Kontakt begnadet lustig, ein Stand-up-Comedian im Sitzen sozusagen, aus dem Witze am laufenden Band herausquellen. Sympathisch. Aber das hilft mir nichts bei seinen Büchern ;-(
iMac/OS X.6 -- Papyrus AUTOR 6
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