| Kennzeichnung der Gedanken [Beitrag #10277] |
Sa, 28 April 2012 19:04  |
Mammutherde
Beiträge: 80 Registriert: Februar 2012
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Member |
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Jetzt stehe ich vor einem Problem: Wie kennzeichne ich Gedanken? In Büchern habe ich folgende Varianten gefunden:
- Anführungszeichen
- einfache Anführungszeichen
- Gedankenstrich (ähnlich der wörtlichen Rede in Spanien)
- kursiv
- ungekennzeichnet
Wie löst ihr das in Papyrus?
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| Re: Kennzeichnung der Gedanken [Beitrag #10279 ist eine Antwort auf Beitrag #10277] |
So, 29 April 2012 13:54   |
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AndreasE
Beiträge: 369 Registriert: Januar 2008 Ort: Bretagne
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Senior Member |
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Das ist kein programmtechnisches Problem.
Wenn der Gedanke wie eine innere Stimme ist, schreiben ihn die meisten Autoren in kursiv:
Er öffnete die Bierflasche. Ich sollte nicht so viel trinken. Das ist das fünfte heute Abend. Das reicht eigentlich. Dann setzte er die Flasche an die Lippen.
Man kann einen Gedanken auch explizit kennzeichnen, dann nicht kursiv:
Ich sollte nicht so viel trinken, dachte er und öffnete die Bierflasche.
Wenn der Gedanke nur geschildert wird, wird er auch nicht kursiv:
Er öffnete die Bierflasche. Die fünfte heute Abend. Eigentlich genug, oder? Er setzte die Flasche an die Lippen.
Gedanken in Anführungszeichen sind eher unüblich.
iMac/OS X.6 -- Papyrus AUTOR 6
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| Re: Kennzeichnung der Gedanken [Beitrag #10303 ist eine Antwort auf Beitrag #10300] |
Di, 01 Mai 2012 14:42   |
Mammutherde
Beiträge: 80 Registriert: Februar 2012
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| AndreasE schrieb am Di, 01 Mai 2012 11:58 | (Überhaupt kann der Autor alles* machen.
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Wie akzeptiert sind Fußnoten in Romanen? Pratchett ist damit recht großzügig, um noch einen Extraschlenker zu machen, der den Haupttext stören würde.
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| Re: Kennzeichnung der Gedanken [Beitrag #10305 ist eine Antwort auf Beitrag #10303] |
Di, 01 Mai 2012 16:08   |
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AndreasE
Beiträge: 369 Registriert: Januar 2008 Ort: Bretagne
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Senior Member |
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| Mammutherde schrieb am Di, 01 Mai 2012 14:42 |
| AndreasE schrieb am Di, 01 Mai 2012 11:58 | (Überhaupt kann der Autor alles* machen.
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Wie akzeptiert sind Fußnoten in Romanen? Pratchett ist damit recht großzügig, um noch einen Extraschlenker zu machen, der den Haupttext stören würde.
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Sehr unakzeptiert. Meine Fußnoten in "Ein König für Deutschland" haben mir einen ordentlichen Schwung erboster Lesermails eingebracht, und auch in Rezensionen werden sie fast nur als Negativpunkt erwähnt.
Keine Ahnung, wieso, mich stören Fußnoten in Romanen nicht.
iMac/OS X.6 -- Papyrus AUTOR 6
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| Re: Kennzeichnung der Gedanken [Beitrag #10470 ist eine Antwort auf Beitrag #10279] |
Do, 17 Mai 2012 20:16   |
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ike
Beiträge: 157 Registriert: November 2007 Ort: Hamburg
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Senior Member |
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Moin!
| AndreasE schrieb am So, 29 April 2012 13:54 | Das ist kein programmtechnisches Problem.
Wenn der Gedanke wie eine innere Stimme ist, schreiben ihn die meisten Autoren in kursiv:
Er öffnete die Bierflasche. Ich sollte nicht so viel trinken. Das ist das fünfte heute Abend. Das reicht eigentlich. Dann setzte er die Flasche an die Lippen.
Man kann einen Gedanken auch explizit kennzeichnen, dann nicht kursiv:
Ich sollte nicht so viel trinken, dachte er und öffnete die Bierflasche.
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Ich würde das hier übrigens hier auch kursiv schreiben:
Ich sollte nicht so viel trinken, dachte er und öffnete die Bierflasche.
Ansonsten denke ich, könnte man den Leser zu stark verwirren, insbesondere, wenn anhand der Formulierung nicht sofort klar ist, dass es sich um einen Gedanken handelt.
Aber zum Technischen:
wie würdest Du es in Papyrus setzen? Einfach nur kursiv ist blöde, finde ich. Per Formatvorlage vielleicht?
Und um abzuschweifen: Wie sollte man Betonungen machen? Auch kursiv?
Er wollte nicht glauben, er wollte wissen, was die Welt zusammenhält.
Auch hier die Frage nach dem technischen Vorgehen.
Und abschließend:
Wie gehe ich mit Bezeichnungen um?
Er drückte auf "Start", um den Rechner zu beenden.
Wäre das mit den normalen Anführungszeichen richtig?
Und:
"Du musst auf 'Start' drücken, um den Rechner zu beenden."
Wäre das mit den einfachen Hochkommata richtig? Oder was ist da ideal? (Vom Lesefluss und von der Anwendung)
Michael
OS: MacOS 10.7.x/Intel Papyrus: 5.53M
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| Re: Kennzeichnung der Gedanken [Beitrag #10471 ist eine Antwort auf Beitrag #10470] |
Do, 17 Mai 2012 20:40   |
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AndreasE
Beiträge: 369 Registriert: Januar 2008 Ort: Bretagne
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Senior Member |
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| ike schrieb am Do, 17 Mai 2012 20:16 |
Ich würde das hier übrigens hier auch kursiv schreiben:
Ich sollte nicht so viel trinken, dachte er und öffnete die Bierflasche.
Ansonsten denke ich, könnte man den Leser zu stark verwirren, insbesondere, wenn anhand der Formulierung nicht sofort klar ist, dass es sich um einen Gedanken handelt.
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Kann man auch machen, wird auch oft so gemacht; ich bin da selber nicht eindeutig. Ein Grenzfall. Die Puristen sagen, "so wenig Kursiv wie möglich", da ist es dann hier nicht nötig, weil eindeutig. (Aber manche Puristen lassen ja auch Anführungszeichen um Dialoge weg ...)
| Zitat: | Aber zum Technischen:
wie würdest Du es in Papyrus setzen? Einfach nur kursiv ist blöde, finde ich. Per Formatvorlage vielleicht?
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Das wäre natürlich die reine Lehre: Textformat "hervorgehoben". Aber ehrlich gesagt mach ich das nicht. Ich mach's einfach kursiv. Und da man in Papyrus ja alles Kursive markieren kann, setze ich es dann vor der Abgabe zusätzlich auf unterstrichen. (Kursivformate verschwinden auf dem Weg durch verschiedene Programme am leichtesten; unterstrichen sei haltbarer, meint mein Lektor.)
| Zitat: | Und um abzuschweifen: Wie sollte man Betonungen machen? Auch kursiv?
Er wollte nicht glauben, er wollte wissen, was die Welt zusammenhält.
Auch hier die Frage nach dem technischen Vorgehen.
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Genau dasselbe wie oben. Es gibt nur ein Kursiv.
| Zitat: |
Und abschließend:
Wie gehe ich mit Bezeichnungen um?
Er drückte auf "Start", um den Rechner zu beenden.
Wäre das mit den normalen Anführungszeichen richtig?
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Ja, ist die beste Lösung. (Im Grunde haben wir einen Satzzeichenmangel! Aber daran lässt sich schwer was ändern …)
| Zitat: |
Und:
"Du musst auf 'Start' drücken, um den Rechner zu beenden."
Wäre das mit den einfachen Hochkommata richtig? Oder was ist da ideal? (Vom Lesefluss und von der Anwendung)
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Anführungszeichen innerhalb von Anführungszeichen werden einfach, stimmt also.
iMac/OS X.6 -- Papyrus AUTOR 6
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