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Funktionsliste für Papyrus 12

2008

Neue Funktionen

 

 

1. Papyrus mit Korrektor

Papyrus 2008 enthält die neueste Version des Duden Korrektors, des Testsiegers aus dem großen Vergleichstest für Rechtschreib- und Grammatik-Korrekturen aus dem „c’t Magazin“ Heft 23/2007 (lesen Sie den c‘t Testbericht unter http://www.duden.de/downloads/produkte/korrektor/ct_korrektur.pdf).

So viel Rechtschreibkorrektur gab’s noch nie: Wir haben den „Duden Korrektor “ der Brockhaus Duden Neue Medien GmbH (BDNM), Mannheim lizenziert. In enger und sehr angenehmer Kooperation mit der BDNM haben wir aus Papyrus und dem Duden Korrektor ein Paket geschaffen, das so einmalig am Markt ist.

Wie von Papyrus gewohnt, sind wir ein paar mächtige Schritte weitergegangen als die Konkurrenz, sprich, der Duden Korrektor ist in Papyrus nicht nur oberflächlich eingebunden, sondern tief in Papyrus integriert und in all seinen Funktionen so weit ausgereizt wie sonst nirgends.

Die Duden Korrektor Satzprüfung geht in Papyrus in drei Schritten durch den Text - geprüft werden Segmentierung, danach folgt eine morphologische Analyse des Satzes, und die Ergebnisse werden dann in der dritten Stufe, einer Grammatikanalyse mit knapp 200 Einzelregeln (die Sie einsehen und verwalten können), verwertet.

Und keine Sorge, Papyrus bleibt auch bei diesem enormen Technologie-Zuwachs wie gewohnt rasend schnell.

Papyrus 2008 ist „multithreading“ tauglich und prüft die jeweils angezeigten Seiten im Hintergrund, während es im Vordergrund in blitzartiger Geschwindigkeit arbeitet. Sie können also mit Papyrus wie bisher verzögerungsfrei durch Ihren Text „huschen“, auch, wenn dieser viele tausend Seiten lang ist.

Das heißt für Sie, dass Sie Ihre Texte jetzt durch den Duden laufen lassen können, bevor Sie sie weitergeben!

Der Duden Korrektor hat natürlich einen mächtigen Umfang (das Installationsarchiv ist ca. 100 MB groß). Damit Sie auch weiter die Möglichkeit haben, ein schlankes Papyrus bspw. auf einem USB-Stick mit sich herumzutragen (was prinzipiell auch mit einer mit dem Duden Korrektor bestückten Version geht, sofern der USB-Stick genügend groß ist), ist die Installation von Papyrus und dem Duden Korrektor getrennt (siehe Anleitung „ Papyrus mit Duden Korrektor.pap“), Papyrus 2008 läuft auch ohne installierten Duden Korrektor. Außer eklatantem Platzmangel auf dem Speichermedium gibt es allerdings keinen Grund, auf den Duden Korrektor zu verzichten - bisher haben wir nur begeisterte Reaktionen erleben dürfen.

Da die Anleitung für den Umgang mit der Kombination Papyrus und Duden Korrektor den Rahmen der Aufzählung der neuen Papyrus-Funktionen sprengt, verweisen wir hierfür auf das gesonderte Dokument „Papyrus mit Duden Korrektor.pap“.

Thesaurus-Vorschläge für das Wort „Synonym“

2. Thesaurus

Enorm nützlich, von hervorragender Qualität und schnell erklärt - der sogenannte Thesaurus, ein Synonymwörterbuch. Ein Synonym ist ein anderes Wort mit gleicher oder mindestens ähnlicher Bedeutung wie das originale Wort.

Öffnen Sie das Kontextmenü für ein Wort (durch Klick darauf mit rechter Maustaste).
Unten im Kontextmenü finden Sie den Eintrag „Synonyme (x)“, wobei „x“ die Zahl der angebotenen Synonyme ist. Gehen Sie mit der Maus auf „Synonyme (x)“, werden Ihnen in einem Submenü die entsprechenden „x“ Stück Synonyme zum angewählten Wort angeboten, ggf. sortiert nach mehreren Bedeutungsblöcken.

Sollten keine Synonyme verzeichnet sein, so wird ausgegraut „keine Synonyme“ angezeigt. Prüfen Sie, wenn kein Synonym vorliegt, ggf., ob Sie ein Wort in seiner Grundform ausprobiert haben (im neuen Papyrus Autor nicht mehr nötig, da hier auch Varianten als gebeugte Formen gesucht werden).
Ist das Wort gebeugt, überführen Sie es erst in seine Grundform und suchen Sie dann per Kontextmenü-Klick nochmals nach einem Synonym.

Papyrus benutzt den hervorragenden Open Thesaurus (siehe www.openthesaurus.de), einem LGPL Projekt, gepflegt von Daniel Naber, Potsdam. Der Open Thesaurus enthält zurzeit (Weihnachten 2007) 43.500 Begriffe mit über 16.700 Bedeutungen. Spannend ist hier, dass man selbst regelmäßig auf die Internet-Seite des Open Thesaurus gehen kann, um dort nachzuschauen, ob bereits eine neue Version der Thesaurus-Wörterbücher vorliegt. Dann kann man diese einfach herunterladen und mit Papyrus nutzen (zurzeit per Klick auf der Startseite ganz unten „Text-Thesaurus“, Entpacken des ZIP-Archivs in den Papyrus-Ordner „Wörterbücher“ und umbenennen des „Thesaurus.txt“ in „Thesaurus_de.txt“).

Thesauri werden bisher mitgeliefert für: Deutsch (thesaurus_de.txt), Polnisch (thesaurus_pl.txt) und Spanisch (thesaurus_es.txt).

Der deutsche Thesaurus enthält auch Einträge für Redewendungen aus mehreren Wörtern wie "die Faxen dicke haben“, die aber nur angezeigt werden, wenn man die Wörter blockmarkiert.

Wer will, kann den Thesaurus updaten oder für eine andere Sprache nachinstallieren, indem man den Thesaurus als Textdatei herunterlädt, in den Wortbuch-Ordner kopiert und in thesaurus_<Sprachenkürzel>.txt umbenennt. Ein Thesaurus ist einfach eine Textdatei, standardmäßig in ISO Latin-1 Codepage, für osteuropäische Sprachen ISO Latin-2. Benutzt wird der jeweilig passende Thesaurus, wenn die entsprechende Textstelle in Papyrus auf die entsprechende Sprache gestellt ist (Menu „Zeichen“, „Sprache und Silbentrennung“).

3. Korrektur- und Kommentarfunktionen stark erweitert

Manchmal muss man auch Stärken noch weiter ausbauen. Wir wurden gebeten, doch die zur Textkorrektur und zum Kommentieren und Bearbeiten so wichtigen Elemente „Textmarker“ und „Notizzettel“ intensiv zu erweitern. Gesagt, getan - lesen Sie die folgenden Kapitel über Textmarker, Notizzettel und Textschnipsel.

3.1 Mehr schönere Notizzettel

Ich bin ein Notizzettel und werde nicht mit gedruckt

Notizzettel (auch „sticky notes“ oder „Klebezettel“) werden nun zur besseren Unterscheidung von normalen Textobjekten mit dunklem Titelbalken und abgeknickter Ecke gezeichnet.

Es gibt jetzt sechs farblich vordefinierte Notizzettel, erreichbar über das Menü, das Kontextmenü (Klick in den Text mit der rechten Maustaste) oder auch über die Linealleiste (hier sind als Voreinstellung erst einmal nur zwei Farben erreichbar, mehr kann man sich dazuschalten - siehe „Neue Lineal-Icons“).

Da am Blattrand wie auch im Papyrus-internen Klemmbrett (rechts vom Schreibbereich) sicher gern Notizzettel angelegt werden, haben Sie hier jetzt im dortigen Kontextmenü (Rechtsklick mit der Maus) ebenfalls die Möglichkeit, diese aufzuziehen.

Notizzettel können also jetzt direkt erzeugt werden (man muss keinen Rahmen mehr aufziehen). Bei entsprechendem Befehl sind sie einfach am rechten Blattrand „da“.

Sie werden anhand der Voreinstellung neu angelegt, die in Papyrus voreingestellt sind oder die man selbst für einen gut passenden Zettel machen kann (Menu „Grafik“ -> Dialog „Objektattribute“, welche Seite ist egal -> Button „Voreinstellen“).

Voreingestellt ist, dass sie am rechten Papierrand erscheinen und an dem Absatz verankert werden, in dem der Textcursor gesetzt ist (wenn keiner gesetzt ist, kommt der Zettel in die Blattmitte). Weiter voreingestellt sind eine bestimmte Breite, sowie, dass die Zettel mit der Texteingabe automatisch mit „wachsen“ (also einzeilig beginnen).

All diese Parameter können Sie verändern, wie Sie mögen, und mit „Voreinstellen“ für zukünftige Notizzettel festlegen.

Wenn man z.B. (immer im Menu „Grafik“ bei „Objektattribute“) „Anker“ / „Abstand zum Anker fixieren“ wählt, kann man die Position neu erzeugter Notizzettel so mit festem Abstand festlegen, diese lassen sich dann aber nicht mehr frei verschieben.

Wenn man einem Notizzettel das Attribut „Nur auf Bildschirm sichtbar“ wegnimmt (Menu „Grafik“ -> „Objektattribute“ -> „Lage und Größe“), verwandelt er sich in ein gewöhnliches Textobjekt.

Notizzettel suchen jetzt beim Anlegen nach einer Absatz-Formatvorlage „Notizzettel“ (und, sofern dieses nicht vorhanden ist, wenigstens nach einer Textstil-Formatvorlage gleichen Namens) und erscheinen in dessen Stil.

3.2 Bessere Textmarker

Man kann bis zu sechs voreingestellte Textmarker benutzen. Der Sinn ist, dass Sie so für verschiedene Arten von Anmerkungen schnell die passenden Farben zur Verfügung haben; bspw. für verschiedene Arten von Kommentaren, die Sie beim Korrekturlesen eines Textes machen möchten.

Zwei davon (gelb und grün) sind bereits voreingestellt in der Linealleiste abgelegt; Sie können sich dies natürlich nach Bedarf konfigurieren (siehe „Neue Lineal-Icons“).

Die voreingestellten Farben können Sie im Menu „Optionen“ [Win] / „Einstellungen“ [Mac] -> „Erscheinungsbild“ -> „Marker-Farben“ einstellen (wir raten aber zur Vermeidung von Verwirrung dazu, nicht allzu stark von unseren Vorgaben abzuweichen).

Im Textmarker-Dialog (erreichbar durch Kontextmenü-Rechtsklick auf eine per Marker farblich gekennzeichnete Stelle im Text) können die sechs Farben angewählt (und nach Doppelklick auch abgewandelt) werden; die 7. Farbe zeigt die aktuell in einer markierten Textstelle eingestellte Farbe.

Im Dialog können Sie auch explizit nach in einer bestimmten Farbe markierten Textstelle suchen, um alle angemarkerten Positionen einer Markerfarbe zu finden. Das geht auch für alle Farben gemeinsam.

3.3 Neue Lineal-Icons für Textmarker und Notizzettel

Voreingestellt gibt es je zwei neue Icons für Textmarker und Notizzettel (jeweils für die wohl wichtigsten Farben „Gelb“ und „Grün“).

Unter „Optionen“ [Win] / „Einstellungen“ [Mac] -> „Erscheinungsbild“ -> „Lineal-Icons“ kann man sich mehr oder weniger dieser Icons einstellen (zu „Gelb“ und „Grün“ kann man sich noch „Orange“, „Blau“, „Rot“ und „Violett“ holen).

Eine Kleinigkeit noch: Die Umstellung der Linealleiste mag in Papyrus vielleicht etwas umständlicher sein als in manch anderer Software, wir bitten allerdings zu bedenken, dass wir derlei Dinge alle komplett selbst entwickeln müssen, während andere auf dicke Standard-Bibliotheken zurückgreifen. Der Nachteil selbiger liegt aber auf der Hand - die Programme werden riesig groß (Bibliotheken enthalten zumeist viele Dinge, die man nicht braucht) bei verringerter Stabilität - etwas, was wir alle in Papyrus nicht wollen.

3.4 Textschnipsel

Man kann markierte Textblöcke als sog. „Textschnipsel“ mit der Maus direkt auf das Klemmbrett zu ziehen, um diese später durch einfaches Zurückziehen mit der Maus wieder in den Text einzufügen.

Bei Drücken der Funktionstaste „Strg“ [Win] bzw. „Alt“ [Mac] werden diese kopiert, sonst einfach aus dem Text herausgezogen und dabei dort entfernt.

Es entsteht im Klemmbrett ein Zettel-„Schnipsel“. Bei Herausziehen von Text mit der Maus wird wieder ein Textblock gebildet, der in den Textbereich eingefügt werden kann; mit dem Titelbalken kann der Textschnipsel im Klemmbrett verschoben werden.

Man kann Textschnipsel auch zur späteren Weiterverwendung in andere Dokumente hineinziehen (z. B., wenn man den Schnipsel erst später gebraucht und/oder das Klemmbrett zu voll sein sollte).

Will man nur einen Teil des Textes eines Schnipsels aus diesem mit der Maus herausziehen, so kann man so einen Schnipsel-Teiltext mit gedrückter Strg-Taste markieren und dann nur den markierten Block herausziehen. Ansonsten (wenn nichts markiert ist) wird beim Herausziehen mit der Maus aus dem Textbereich des Schnipsels immer der gesamte Text des Schnipsels genommen.

Wird der komplette Text eines Schnipsels an anderer Stelle eingefügt, so erlischt der Schnipsel. Will man den Text kopieren, so dass der Schnipsel „überlebt“, muss man beim Ziehen mit der Maus „Strg“ [Win] bzw. „Alt“ [Mac] drücken.

3.5 Papyrus-internes Klemmbrett stark erweitert

Da viele das ungemein nützliche Papyrus-interne Klemmbrett rechts vom Textbereich nicht so richtig wahrgenommen haben, wurde dies grafisch neu gestaltet und trägt jetzt ein dezent graues Klemmbrett-Icon.

Im Klemmbrett gibt es jetzt Kontextmenü-Einträge (diese gehen bei einem Rechtsklick in den Klemmbrett-Bereich auf) für das Anlegen von Notizzetteln in sechs Farben sowie von Textschnipseln (Letzteres für den Fall, dass man diese gleich für ein späteres Einfügen an einer anderen als der aktuell bearbeiteten Textstelle anlegen und bereithalten will).

4. Neue Formatvorlagen für Textobjekte und Tabellenfelder

Für das Anlegen neuer Textobjekte (letztlich gehören dazu auch Tabellenfelder) gibt es jetzt für neue Dokumente und eben neu gemachte Objekte vordefinierte Absatz-Formatvorlagen, die in die neuen Objekte eingesetzt werden (zu finden im Absatzformate-Popup in der Linealleiste unten links neben dem Lineal-Symbol).

Diese Absatz-Formatvorlagen sind einzeln nach Typ des jeweiligen Objektes benannt; es ist also zwischen folgenden Textobjekt-ähnlichen Boxen differenziert:

  • Textobjekt - das ganz normale Grafikobjekt für Text, das man wofür auch immer benutzen kann und das auch mit ausgedruckt wird.
  • Tabellenfeld - die Felder einer neu angelegten Tabelle werden mit diesem Format belegt)
  • Notizzettel - die Kommentarfelder als „Klebezettel“ realisiert, die nicht mit ausgedruckt werden
  • Textschnipsel - die Textblöcke, die „geparkt“ auf dem Papyrus-internen Klemmbrett liegen. Die „Textschnipsel“ Formatvorlage gilt natürlich nur für direkt auf dem Klemmbrett neu angelegte Schnipsel. Solche, die neu durch Herüberziehen eines Textblockes aus dem Haupttext auf das Klemmbrett entstanden sind, enthalten natürlich die Formate, die der Text bereits hatte.

Neuen Absatzformaten nachgeschaltet sind die Stil-Formatvorlagen. Bei Papyrus kann man ja im Absatz-Formatvorlagen-Dialog bei „enthält die Textstil-Formatvorlage:“ das Absatzformat mit einem Textstil-Format koppeln.
Möchte man dies nicht, kann man für die oben genannten Textobjekt-ähnlichen Boxen auch nur Textstile definieren. Aber Achtung: Vorrang hat aber immer ein passend benanntes Absatzformat und ein evtl. damit gekoppeltes anderes Textstilformat.

War das zu kompliziert?. Macht nichts – einfach die obigen Absatz- und Textstil-Formatvorlagen mit den passenden Namen so einstellen, wie man mag.

5. Vorlage für neue Textdokumente bearbeiten

Unsere Vorlage für neue Dokumente _neu.pap (aus dem Papyrus-Ordner „Module“/“Vorlagen.fix“) bestimmt das Erscheinungsbild, das man bekommt, wenn man im Papyrus Textverarbeitungs-Menu „Datei“ [Win] / „Ablage“ [Mac] -> den Befehl „Neu“ wählt.

Da diese wichtige Vorlagen-Datei von vielen nicht gefunden wurde, gibt es im Menu „Datei“ [Win] / Ablage [Mac] bei „Öffne andere“ einen neuen Menüeintrag „Vorlage für neue Dokumente bearbeiten“, um dieses _neu.pap zu öffnen.

So kann man sich _neu.pap nach Belieben in Layout, Absatzformat und Textstil gestalten und abspeichern, so dass danach „Neue“ Dokumente im gewünschten Erscheinungsbild das Licht der Welt erblicken.

6. Intensive Vereinfachung von Absatz- und Textstil-Formatvorlagen

Vor der Erklärung das Resultat: Formatvorlagen, die Sie in allen Dokumenten verwenden möchten, sind jetzt leichter verständlich, unaufdringlich und ohne Risiko nutzbar.

Wir hören auf unsere Anwender. Im Zuge intensiver Zusammenarbeit mit unseren Anwendern haben wir auf Ihre Meldungen reagiert und das Konzept unserer Formatvorlagen gehörig vereinfacht.

Wer die alte Variante sowieso nie benutzt hat, weil sie zu kompliziert war, kann hier aufhören zu lesen und sich darauf freuen, einfach alle Formatvorlagen ohne Kopfzerbrechen zu nutzen. Es folgt, was wir eigentlich gemacht haben:

Die alte Bezeichnung „Globale“ Formate haben wir umgetauft nach „in allen Dokumenten verfügbar“. Die (vorher zu vielen) Meldungen bei Umbenennung solcher überall verfügbaren Formate haben wir drastisch reduziert und auf sinnvolle Voreinstellungen gesetzt - so werden alte Dokumente jetzt nicht mehr beim Laden optional an etwaig veränderte Formate angepasst, sondern bleiben immer so, wie sie waren.

Für alle Dokumente verfügbare Formatvorlagen gelten jetzt also nur noch für neue Dokumente, nicht mehr „rückwärts“ für alte Dokumente.

Das Konzept der Trennung von Absatz-Formatvorlagen und Textstil-Formatvorlagen wurde beibehalten, da so mehr und flexiblere Möglichkeiten bestehen als bei anderen Konzepten.

Absatzformate, die Textstile enthalten sollen, werden also wie bisher im „Absatz-Formatvorlagen“-Dialog über das Popup „Enthält Textstil-Formatvorlage“ mit einem Textstil verknüpft.

Die alte Variante bleibt für Profis dennoch verfügbar (Menu „Optionen“ [Win] / „Einstellungen“ [Mac] -> Oberfläche -> Meldungen -> Checkbox „Abfrage, wie beim Laden von Dokumenten bei Namensgleichheit älterer globaler, ...“).

7. Unbenutzte Absatz- und Stilformate löschen

Im Menu „Dokument“ gibt es bei „Dokumentstatistik“ -> „Absatz-Formatvorlagen“ bzw. „Textstil-Formatvorlagen“ einen neuen Button zum Löschen unbenutzter Formate. Nach vorheriger Abfrage werden daraufhin alle unbenutzten Formate auf einmal gelöscht. Ein Undo ist möglich.

8. Sprache als Textattribut

Im Menu „Absatz“ kann man unter „Sprache und Silbentrennung...“ einem Textbereich eine Sprache zuordnen. Bei Text in alten Papyrus-Dokumenten wird die Sprache aus der alten Silbentrennungssprache ermittelt, sofern die Trennung eingeschaltet war, andernfalls wird die unter „Optionen“ [WIN] / „Einstellungen“ [Mac] „Duden Korrektor / Rechtschreibprüfung einstellen...“ gesetzte Standardsprache benutzt.
Der oberste Eintrag in der Sprachen-Auswahl „Standard (…)“ bedeutet, dass die Standardsprache benutzt wird.
Sprache als Textattribut wird auch beim DOC- und RTF-Format unterstützt.

Die Auswahl der Sprache hat Einfluss auf die bei der Rechtschreibkorrektur verwendeten Wörterbücher.

Eine Textpassage, die bspw. auf „Englisch“ steht, wird nicht vom Duden Korrektor auf Fehler untersucht, sondern bleibt davon ausgenommen.

9. MS Word DOC Import & Export intensiv überarbeitet

  • Bilder, die in Word als „Shapes“ (Word-Grafik) dargestellt wurden, wurden manchmal nicht importiert
  • Wenn der Dateiname von DOC-Dateien Unicode-Sonderzeichen enthielt, konnte das Dokument unter Windows nicht geöffnet werden (Mac OS X war nicht betroffen) - behoben
  • Wenn im DOC / RTF „Abschnitte“ (sog. „sections“) ohne festes Seitenende benutzt wurden, wurde beim Import trotzdem ein Seitenende eingefügt.
  • Komplette Unterstützung von Unicode-Zeichen auch bei Zeichensatznamen, Stilformaten etc.
  • Für Absatzformate mit Textstil wird beim Import ein verknüpftes Stilformat „<Absatzformat> Text“ erzeugt. Beim Import wird solch ein Stilformat, das ja ausschließlich innerhalb eines Absatzformats benutzt wird, nicht namentlich exportiert.
  • Absatznummerierungen / Bullets werden importiert und exportiert (ab MS Word 97, in MS Word 6.0/ MS Word 95 wurde das komplett anders dargestellt und wird nicht unterstützt bzw. nur als normaler Text importiert).
  • Textstil für Absatznummerierung / Bullets wird als ein neues Stilformat importiert, das „<Absatzformat> Nummerierung“ heißt. Beim RTF-Export wird ein Stilformat, das nur bei der Nummerierung benutzt wird, nicht namentlich exportiert.
  • Querverweise auf Überschriften und Textmarken werden jetzt im- und exportiert
  • Lebende Kopfzeilen (Verweis auf ein Absatzformat, das als Titel dient) werden jetzt im- und exportiert. Verweise auf eine Hierarchiestufe wie z. B. mit HEADERTITLE(1) sind in MS Word / RTF nicht möglich, daher werden diese beim Export in einen Verweis auf das erste dafür benutzte Absatzformat umgesetzt.
  • Zeichen, die in MS Word als Symbol eingefügt wurden, erschienen teilweise nicht (das SYMBOL-Feld wird jetzt unterstützt, damit ist in Papyrus jetzt die 5. Methode implementiert, wie Word in RTF Sonderzeichen darstellt).
  • Dokument-Info mit Titel, Thema, Autor, Firma, Kategorie, Stichwörter, Bemerkung wird unterstützt.
  • „Erstellungsdatum“, „Zuletzt gespeichert“, „Zuletzt gedruckt“, „Erstellt von Vorlage“, „Zuletzt gespeichert von ...“ wird unterstützt (Menu „Dokument“ -> „Dokumentstatistik / Allgemein“).
  • Felder im Dokument, die auf Dokumenteigenschaften verweisen, werden unterstützt: „Benutzer“, „Uhrzeit“, „Titel“, „Thema“, „Autor“, „Stichwörter“, „Bemerkung“, „Erstellungszeit“, „zuletzt gespeichert“, „zuletzt gedruckt“, „Dateigröße“, „Anzahl Wörter“, „Anzahl Zeichen“. Im Einzelnen werden folgende Felder von MS Word unterstützt:
    FILEPATH [\p] - INFO {Author|Comments|Keywords|Subject|Title} - AUTHOR
    COMMENTS - SUBJECT - KEYWORDS - TITLE - TEMPLATE
    LASTSAVEDBY - CREATEDATE - EDITTIME - PRINTDATE - SAVEDATE
    FILESIZE - NUMCHARS - NUMWORDS - USERNAME - NUMPAGES
    DATE - TIME - REF <label> [\h \n \r \w] (ignoriert \l \t \p)
    PAGEREF <label> [\h] (ignoriert \p)
    STYLEREF <Absatzformat> [optional \n \r \w] (ignoriert \l \t \p) - INCLUDEPICTURE [\d]

10. Dokumenteigenschaften und -statistik erweitert

Unter Dokument-Eigenschaften / Autor etc. gibt es jetzt Eingabefelder für Bemerkung und Kategorie.

Unter Dokumentstatistik / Allgemein werden folgende neue Einträge vermerkt (in *.pap.pdf-Dokumenten sowie auch in von Papyrus gespeicherten *.DOC und *.RTF-Dateien):

  • Erstellt: Zeitpunkt der Dokumenterstellung. Bei allen anderen als obigen Dokumentformaten wird das Erstellungsdatum aus den Dateiattributen benutzt, falls dieses nicht verfügbar ist (weil es sich um ein älteres pap-Dokument handelt), wird das Datum des letzten Speicherns benutzt.
  • Zuletzt gespeichert: Bei allen anderen Formaten wird das Änderungsdatum aus den Dateiattributen benutzt.
  • Zuletzt gedruckt: Zeitpunkt des letzten Druckens. Das wird nur dann in der Datei gespeichert, falls man nach dem Drucken noch einmal speichert, da ein Druckvorgang an sich nicht das Dokument verändern soll.
  • Erstellt von Vorlage: Name der Vorlage, von dem ein Dokument erstellt wurde.
  • Zuletzt gespeichert von: Login-Name des Benutzers, der die Datei zuletzt gespeichert hat.

Diese und ältere Dokumenteigenschaften können in Querverweis- oder Tabellenformeln mit den folgenden neuen Funktionen abgerufen werden (die englischen Namen wurden wegen der Kompatibilität zu MS Word gewählt):

  • TITLE(), SUBJECT(), AUTHOR(), COMPANY(), CATEGORY(), KEYWORDS(), COMMENTS() liefert den entsprechenden Wert aus der Dialogseite Dokument-Eigenschaften / Autor etc. als Zeichenkette zurück. Bei der Eingabe werden auch die deutschen Varianten TITEL(), THEMA(), AUTOR(), FIRMA(), KATEGORIE(), STICHWOERTER(), KOMMENTAR() erkannt und in die englischen Funktionsnamen umgewandelt.
  • CREATEDATE(), EDITTIME(), PRINTDATE() liefern die Zeitpunkte aus Dokumentstatistik / Allgemein.
  • TEMPLATE(), LASTSAVEDBY() oder die deutschen Varianten VORLAGE(), GESPEICHERTVON() liefern die Zeichenketten aus Dokumentstatistik / Allgemein.
  • FILESIZE() liefert die Größe der Dokument-Datei beim Öffnen bzw. letzten Speichern in Bytes.
  • NUMCHARS() liefert die Anzahl der Anschläge im Dokument (Zeichenzahl ohne Leerzeichen)
  • NUMWORDS() liefert die Anzahl der Wörter im Dokument

11. Hyperlinks im Standard-Browser öffnen

Wenn Sie in Papyrus einen Link auf eine Internet-Adresse gesetzt haben, so können Sie diese jetzt in einem Papyrus-Text doppelklicken. Es wird Ihr im System installierter Standard-Browser geöffnet (wir empfehlen Mozilla Firefox) und (bei aktiver Internetverbindung) der gewählte Link darin geöffnet.

12. Datenfeld-Zuweisungen in Reports

In Rechenfeldern in Reports kann nun der ursprüngliche Datensatz geändert werden, z. B. um zu vermerken, dass ein Report erfolgt ist. Eine Zuweisung wird einfach in einem Report-Datenfeld mit
LET <Feld> = <Wert>
durchgeführt; zum Beispiel für ein Feld „Bemerkung“ so:
LET Bemerkung = Bemerkung + CR + 'Email versandt am ' + SYSDATE

13. Neue Anweisungen in Report-Rechenfeldern

  • REPORT(Reportpfad) - ruft einen anderen Report für denselben Datensatz auf. Somit beherrscht Papyrus quasi „Meta-Reports“, die ihrerseits weitere Reports aufrufen bzw. anstoßen können.
    Die Reportvorlage muss unter den Reports der Datenbanktabelle eingetragen sein, es werden dann auch die entsprechenden Ausgabeeinstellungen dieses Reports benutzt (z. B. mit dem Report gekoppelte Sortierungen etc.). Wenn kein Pfad angegeben wird, muss der aufgerufene Report im selben Ordner liegen wie der Aktuelle.
  • CALL(Programmpfad, Parameterliste) ruft ein beliebiges externes Programm auf. Dies ist insbesondere gedacht für die Kombination mit Papyrus‘ neuer Funktion, E-Mails mit Dateianhängen (Attachements) versehen zu können.
    Falls kein absoluter Pfad angegeben wird, wird das externe ausführbare Programm im Ordner des Datenbankreports gesucht. Parameter, die an das aufgerufene Programm übergeben werden sollen, werden durch Leerzeichen getrennt angegeben, einzelne Parameter können auch in doppelte Anführungszeichen eingefasst werden. Rückgabewert des Aufrufs ist der Rückgabewert des aufgerufenen Programms.
    Falls das externe Programm nicht gefunden wird, wird eine Fehlermeldung ausgegeben und der Report abgebrochen. Aus Sicherheitsgründen (zur Vermeidung der Möglichkeit, mit Papyrus Viren zu programmieren etc.) darf CALL() nur während eines Datenbankreports aufgerufen werden, nicht aus anderen Rechenfeldern.
  • SAVE(Dateipfad) - Speichert eine Kopie des aktuellen Reports unter dem angegebenen Pfad. Das Dateiformat des abzuspeichernden Reports wird aus der angegebenen Dateiendung ermittelt. Möglich sind hier das Papyrus-eigene Format „*.pap“, Rich Text Format „*.rtf“, MS Word „*.doc“, Internet-Seiten „*.html“ und PDF-Dateien als normales „*.pdf“ sowie als Papyrus-PDF-Hybrid „*.pap.pdf“, alles andere wird als ASCII gespeichert. Wenn kein absoluter Pfad angegeben wird, wird der Pfad des Datenbankreports benutzt.
    Für die Funktion „SAVE()“ wird im Ablauf des Reports zunächst nur ein Vermerk gesetzt und das Speichern nicht sofort ausgeführt; der Report wird sinnvollerweise natürlich erst nach dem Ausfüllen aller Datenfelder gespeichert.
    In Kombination mit der Einstellung "Report direkt speichern" (-> Popup „Ausgabe des Reports“ im „Report“ Dialog) kann man erwirken, dass für den Report bei Ausführung überhaupt kein Ausgabefenster geöffnet wird.
  • ABORT(Fehlertext) bricht den Datenbankreport nach Ausgabe einer Fehlermeldung (Messagebox) ab. Dies ist besonders sinnvoll innerhalb von „IF ... THEN...“ Anweisungen; so kann bedingt von aufgetretenen Unsinnigkeiten abgebrochen werden (siehe auch Beispiel bei „MESSAGEBOX).
    Es wird nicht gedruckt und keine E-Mail versandt. Im Fehlertext kann mit '|' ein Zeilenumbruch erzwungen werden. Beispiel:
    ABORT('Fehler im Datenbankreport.|Keine E-Mail-Adresse definiert.')
  • MESSAGEBOX(Typ, Anzeigetext, Button-Texte) zeigt eine Meldung in einer Messagebox bzw. Alarmbox an.
    Typ zeigt verschiedene Icons an, die in der Alarmbox gezeigt werden: 0 - kein Icon; 1 - Beachte (Ausrufezeichen); 2 - Abfrage (Fragezeichen); 3 - Stopp (Stoppschild), 4 - Info
    Anzeigetext - Text der Alarmbox. Mit '|' kann ein Zeilenumbruch erzwungen werden.
    Button-Texte - Texte der Schaltflächen (Buttons). Verschiedene Buttons werden durch '|' abgetrennt.
    Wenn man für einen Button eine leere Textkette (String) angibt, wird ein Default-Button erzeugt: "OK" für Typen 0, 1, 4, "Abbruch" für Typ 3, "OK|Abbruch" für Typ 2
    Der Rückgabewert der Alarmbox ist der ausgewählte Button: 0 für den ersten, 1 für den 2. usw. Wenn man die Esc-Taste drückt oder den Schließknopf betätigt, wird der Wert für den letzten Button zurückgegeben.
    Unter Windows wird der erste Button links angezeigt, unter Mac OS X rechts.
    Beispiel:
    IF 0=MESSAGEBOX(2, 'Kein Name festgelegt.|Fortfahren oder Abbrechen?', 'Fortfahren|Abbrechen') THEN ABORT('Report wird abgebrochen.')

14. E-Mail-Versand aus Papyrus BASE stark erweitert

Der E-Mail-Versand wurde intensiv erweitert.

  • Dateianhänge (Attachments) - bei einem Report aus Papyrus heraus, der als E-Mail-Versand definiert ist, kann man jetzt beliebige Dateien anhängen. Hierfür gibt man in einem Datenfeld des Reports in der Variablen EMAIL_ATTACHMENTS eine Komma-getrennte Liste von Dateianhängen (bekannter unter dem englischen Begriff „Attachments“) an, z. B. so:
    LET EMAIL_ATTACHMENTS='Anhang.rtf, C:\Bilder\Anhang2.jpeg'
    Wenn kein absoluter Pfad angegeben wird, wird die der E-Mail angehängte Datei im Ordner des Datenbank-Reports gesucht (bzw. relativ dazu in Unterordnern desselben).
    Falls ein Anhang nicht gefunden wird, wird eine Fehlermeldung ausgegeben und die entsprechende E-Mail nicht versandt.
    Als besondere Erweiterung dieser Funktion kann Papyrus auch erst einen Report erzeugen, der dann an eine E-Mail angehängt und verschickt wird (siehe Beschreibung der neuen Funktion „Neue Anweisungen in Report-Rechenfeldern“). So kann man z. B. eine Rechnung als PDF ausgeben lassen, diese dann an eine E-Mail hängen und gleich an den Empfänger verschicken.
    Zur Technik: Papyrus erzeugt aus E-Mail-Text und Anhang eine sogenannte multipart MIME E-Mail.
    Dateien mit der Endung „*.txt“ werden als 8bit-Klartext inline versandt, alle anderen Dateien werden als Binärdateien behandelt und base64-codiert angehängt.
    Der MIME-Typ wird unter Windows aus der Windows Systeminformationsdatei („Registry“) ermittelt. Unter Mac OS X sind auch Standard-Typen für „*.txt“, „*.pdf“, „*.gif“, „*.jpg“, „*.jpeg“, „*.png“ und „*.bmp“ vorgesehen, alles andere wird als application/octet-stream versandt.
  • Versand von Report-E-Mails als reiner Text, HTML oder beides sowie als PDF - im Report-Dialog kann bei der Einstellung "E-Mail(s) versenden" zwischen folgenden Formaten gewählt werden:
  • Reiner Text: Nur Absatzenden und alle Zeichen der eingestellten E-Mail-Codepage sind möglich, alles andere wird herausgefiltert. Dieses Format kann von allen E-Mail-Clients verarbeitet und empfangen werden.
  • HTML und reiner Text: Die E-Mail enthält zwei Versionen des Reports, sowohl reinen Text als auch HTML. E-Mail-Clients, die kein HTML darstellen können, benutzen den reinen Text. Dieses Format wird von fast allen E-Mail-Clients verarbeitet (außer von sehr alten, die keine MIME-Type-E-Mails können). HTML-E-Mails können auch Bilder enthalten, die als GIF (GIF-Bilder), JPEG (Jpeg-Bilder) oder PNG (alle anderen Bitmaps) versandt werden. Vektorgrafik wird nicht unterstützt.
  • Nur HTML: Die Reintextversion wird weggelassen. E-Mail-Clients, die nur Reintext können, stellen den HTML-Code dar. Benutzen Sie diesen E-Mail-Typ nur, wenn Sie genau wissen, dass der Empfänger einen HTML-fähigen Client benutzt.
  • PDF - Aus dem Report wird eine PDF-Datei erzeugt (Portable Document Format, bspw. für den Adobe PDF Reader) und als Dateianhang mit der vom Report erzeugten E-Mail versandt. Den Namen der PDF-Datei kann man mit der Variablen „EMAIL_PDF_FILE“ setzen. Die Endung „*.pdf“ wird automatisch angehängt. Standardmäßig enthält diese PDF-Datei den Dateinamen des Reports.
  • Das Ausgabeformat einer Report-E-Mail kann auch vom Report aus gesetzt werden, die Auswahl im Dialog wird dabei als Voreinstellung benutzt.
    LET EMAIL_HTML=0 /* keine HTML-Ausgabe */
    LET EMAIL_HTML=1 /* HTML und reiner Text */
    LET EMAIL_HTML=2 /* nur HTML */
    LET EMAIL_PDF=0 /* kein PDF */
    LET EMAIL_PDF=1 /* als PDF-Anhang versenden */
    Mit EMAIL_PLAIN_TEXT kann man für PDF und "HTML und reiner Text" den Inhalt des reinen Textes setzen; '|' kann für Absatzenden benutzt werden, etwa so:
    LET EMAIL_PLAIN_TEXT='Beachten Sie bitte den Inhalt der anhängenden PDF-Datei.|Das Anzeigeprogramm Acrobat Reader können Sie von www.adobe.de herunterladen.'
  • Versand von Report-E-Mails an mehrere Empfänger - zusätzlich zu EMAIL_RECIPIENT, EMAIL_RECIPIENT_NAME, EMAIL_RECIPIENT_ROLE gibt es jetzt die neuen Variablen EMAIL_TO, EMAIL_CC, EMAIL_BCC, an die man jeweils eine Komma-getrennte Liste von Empfängeradressen zuweisen kann, etwa im folgenden Beispiel so:
    LET EMAIL_TO='Karl Mustermann <mustermann@test.org>, "Evelyn Musterfrau" <musterfrau@test.org>, musterkind@test.org'
    (das Beispiel würde an 3 verschiedene Empfänger gesendet werden).
    Die Einträge haben also die Form 'Name <E-Mail-Adresse>' oder '"Name" <E-Mail-Adresse>' (nötig, wenn der Name ein Komma enthält).
  • Authentifizierung - Papyrus unterstützt jetzt die gängigsten SMTP-Authentifizierungsverfahren CRAM-MD5, LOGIN und AUTH PLAIN (SMTP-Server unterstützen verschiedene Verfahren, je nach verwendeter Software und Konfiguration und teilen dem Client mit, welche sie unterstützen. Der Client probiert dann die ihm ebenfalls bekannten Verfahren der Reihe nach durch - es sind also keine Einstellungen seitens des Anwenders nötig).
    Eine Authentifizierung wird nur versucht, wenn in den E-Mail-Einstellungen ein "Benutzername für Authentifizierung" (und wahlweise ein Passwort) eingegeben wird. Falls die Authentifizierung fehlschlägt, wird mit einer Fehlermeldung abgebrochen.
    Benutzername und Passwort können wahlweise auch im Report definiert werden, indem man ein Formel-Datenfeld anlegt mit
    LET EMAIL_LOGIN_USER='<Benutzername>'
    LET EMAIL_LOGIN_PASSWORD='<Passwort>'
  • Weitere Erweiterungen für E-Mail-Reports
  • Titel der Report-E-Mail - als Betreff der E-Mail wird der Titel des Dokuments (einstellbar unter Dokument/Dokument-Eigenschaften/Autor etc.) benutzt, falls mit EMAIL_SUBJECT kein Titel festgelegt wird.
  • Logging - im Log der gesendeten E-Mails (anschaltbar unter „E-Mail-Einstellungen“, sofern der Report-Typ „E-Mail“ gewählt ist) wird jetzt auch die benutzte Suchabfrage aufgezeichnet.
    Im SMTP-Log wird zusätzlich der benutzte Report aufgezeichnet.
  • Kleine Änderungen - die Variablen EMAIL_REJECTED_LOGGING und EMAIL_REJECTED_LOG_PATH wurden umbenannt in EMAIL_LOGGING und EMAIL_LOG_PATH
    Im Mailheader wird jetzt für die Angabe des Mailers (Papyrus BASE) statt alt "X-Mailer" neu "User-Agent" benutzt.

15. Vereinfachte und erweiterte Lizenzpolitik

Papyrus darf auf bis zu vier Rechnern von Ihnen installiert werden, sofern gewährleistet ist, dass immer nur Sie selbst bzw. immer nur eine Person mit dieser Papyrus-Lizenz arbeitet und nicht mehrere gleichzeitig. Im letzteren Fall benötigen Sie nur so viele Papyrus-Lizenzen, wie maximal gleichzeitig genutzt werden; arbeiten regelmäßig zwei Personen an sechs Rechnern (aber nicht mehr Personen), benötigen Sie nur zwei Papyrus-Lizenzen.

Dazu haben Sie als Papyrus-Besitzer jederzeit Zugriff auf den Download-Bereich für unsere Kunden. Hier liegen die jeweils aktuellsten Versionen für Papyrus Win (98 - XP / Vista) wie auch Papyrus Mac OS X (Panther, Tiger, Leopard) in deutscher wie in englischer Version für Sie in freier Auswahl zum Download bereit - uns ist es egal, mit welchem Betriebssystem Sie in welcher Sprache arbeiten (auch alles gleichzeitig ist uns recht). Ob und wann Sie also von Win nach Mac oder umgekehrt wechseln, ist aus Papyrus-Sicht völlig egal.

So können Sie Papyrus auf Ihrem Notebook, Ihrem PC zu Hause sowie auf der Arbeit und auf Ihrem Mac gleichzeitig installiert haben, und alles ist in Ordnung.

16. Kleinigkeiten

  • Dezent neu gestaltete Icons mit weniger aufdringlichen Farben in der Textverarbeitungs-Linealleiste, neues Icon für den Papyrus Infodialog und unsere Homepage www.papyrus.de (unseren Dank für das neue Logo an Gunnar Gröbel).
  • Hilfselemente Farbauswahl – beliebige Farben einstellbar (vorher konnten nur die 16 Grundfarben eingestellt werden)
  • Einfügen (Menu) / Sonderzeichen / Apostroph fügt einen typographisch korrekten Apostroph ein [U+2019]. Zur Unterscheidung: Dies Apostroph ist nicht dasselbe wie das ASCII Apostroph-Anführungszeichen [U+0028], das leicht über die Tastatur zu erreichen ist.
    Bitte nicht zum Verhackstücken des korrekten deutschen Genitivs missbrauchen - hier kommt normalerweise kein Apostroph hin (siehe auch neuer Deutschkurs „ Deutschauffrischung.pap“ im Hilfe-Ordner).
    Also: „Christians Buch“, aber: „Hans’ Buch“.
  • Einfügen (Menu) / Sonderzeichen / Gedankenstrich fügt einen typographisch korrekten Trennstrich ein [U+2013]. Zur Unterscheidung: Dieser Gedankenstrich ist nicht derselbe wie der Bindestrich, der leicht über die Tastatur zu erreichen ist.
    Der Gedankenstrich ist ein sog. „Halbgeviertstrich“ und wird für Satzeinfügungen – so wie in diesem Beispiel – benutzt (immer mit Leerzeichen, idealerweise mit einem festen Leerzeichen an „seinen“ abgetrennten Satz gebunden). Dazu wird der Halbgeviertstrich in Intervallen als „bis“ verwendet (die Welt ist 10–15 Grad wärmer als vor zwei Jahrzehnten); dann immer ohne Leerzeichen. Zuletzt verwendet man ihn auch als Auslassungszeichen bspw. für Nachkommastellen: 100,– €.
    Für den Halbgeviertstrich gibt es auch zwei neue Textmakros: „ -- “ (Leerzeichen - zweimal Bindestrich - Leerzeichen) ruft „ – “ (Leerzeichen - Halbgeviert - Leerzeichen) herbei; wahlweise geht dies auch mit F9+„-“.
  • Wörterbuch-Verzeichnis – heißt jetzt „Wörterbücher“ statt „Wortbuch“. Bestehende Wörterbücher werden aber auch im „Wortbuch“-Verzeichnis gefunden, falls „Wörterbücher“ nicht vorhanden ist.
  • Menü-Umstellungen – Absatz / Seitenende, Spaltenende, Zeilenende und andere verschoben nach Einfügen / Sonderzeichen
    Neues Untermenü Zeichen / Textstile
    Neues Untermenü Einfügen / Hypertext, Kontextmenü entsprechend umsortiert
  • Skalierbare Dialoge – auch die einzelnen Seiten von Notebook-Dialogen passen sich jetzt an Größenveränderungen an, z. B. in der Dokumentstatistik.
  • Seitenanzeige – die Seitenanzeige links unten im Dokument wurde verkleinert und mit einem Tooltipp (Fly-over Hilfe) versehen. Mit Klick darauf öffnet sich der „Gehe zu Seite“ Dialog, für dessen Zugang damit konsequenterweise der entsprechende Button aus der Linealleiste entfernt wurde.
  • HTML - beim HTML-Export wurde das Standardformat für Bilder von GIF auf PNG geändert. PNG bietet eine bessere Kompression, ist lizenzfrei und wird schon länger von praktisch allen Browsern unterstützt. Nur als Dateireferenz eingebundene GIF-Dateien werden weiterhin als GIF exportiert.
  • Lebende Kopfzeilen – etwas kompliziert, aber wer damit arbeitet, braucht diese Info: Wenn z. B. nach Überschrift 1.2 ein Kapitel 2 folgte, lieferte HEADERTITLE(2) seit 12.58 auf der Seite von Kapitel 2 auch die Überschrift von Kapitel 2. Jetzt liefert HEADERTITLE(2) in diesem Fall einen leeren String, während die Kapitelüberschrift nur in HEADERTITLE(1) zurückgeliefert wird. Das alte Verhalten, dass die Überschriften von niedrigeren Gliederungsebenen ggf. geliefert werden, kann man erreichen, indem man unter Querverweis/Beliebiger Ausdruck ein Minus vor die Gliederungsebene setzt, etwa HEADERTITLE(-2)
  • Andere, weniger aufdringliche Standard-Farben setzen für diverse Elemente (Textrahmen mittelgrau, Druckerrahmen hellgrau)

17. Erweiterungen / Änderungen innerhalb von V. 12 bis V. 2008

  • Windows: EMF Vektorgrafiken bei der PDF-Ausgabe - stark verbesserte EMF-Unterstützung, besonders bei Füllmustern und Schriftpositionierung; Pair Kerning wird jetzt auch innerhalb von EMF-Vektorgrafiken unterstützt.
  • Mac OS X - komprimierte Wörterbücher nur noch im CLX-Format. Bisher wurde bei komprimierten Wörterbüchern zwischen Windows (Endung CLX) und Mac OS X (Endung MLX) unterschieden. Im Zuge der Intel Mac Portierung kann man jetzt jedes Wörterbuch auf jeder Plattform laden, es werden nur noch CLX-Wörterbücher mitgeliefert. Unter Mac OS X vorhandene alte MLX-Wörterbücher können in CLX umbenannt und weiter benutzt werden.
  • Windows - Einstellungsdialog und andere Notizbuch-Dialoge überarbeitet - die Einstellungsdialoge von Papyrus WORD und Papyrus BASE wurden zusammengefasst und mit einer übersichtlichen Baumdarstellung der einzelnen Seiten versehen. Alle Änderungen an den Einstellungen gelten sofort für alle offenen Dokumente, deswegen gibt es statt des „Anwenden“-Buttons nur noch „Schließen“.
  • Zoom-Funktion - mit Strg [Win] / Command [Mac] + Mausrad kann man in das Dokument hinein oder herauszoomen. Die aktuelle Mausposition bildet den Fokus im Dokument, sofern sich die Maus über dem Dokumentfenster befindet.
    Das Zoom-Rechteck, das bei Auswahl eines vergrößerten Zoom erscheint, kann jetzt unter Optionen/Zoom abgeschaltet werden. Es wird dann in die Mitte des sichtbaren Bereichs gezoomt.
    Bleibt das Zoom-Rechteck angeschaltet, dann kann man es jetzt auch mit der Return- oder Enter-Taste bestätigen.
  • Neue zusätzliche Tastaturkürzel - in Anlehnung an andere Textverarbeitungen wurde alternative Tastaturkürzel (jeweils zusätzlich zu den ggf. bereits vorhandenen) hinzugefügt:
    Fett: Strg+Shift+F
    Unterstrichen: Strg+Shift+U
    Kapitälchen: Strg+Shift+Q
    Gliederungsübersicht Alt+Strg+G
    Textmarker: Alt+Strg+M
    Endnote: Alt+Strg+D
    Alles aktualisieren: Alt+Shift+U
    Fußnote: Alt+Strg+F
    Stichwort aufnehmen: Alt+Shift+X
  • Papyrus BASE: Versteckte Datenfelder für Zwischenergebnisse „Feld automatisch zum Eingabeformular hinzufügen“ - man kann jetzt bestimmen, dass Felder nur noch in der Tabellenübersicht erscheinen, aber nicht im Eingabeformular vorhanden sein müssen. Dies ist sinnhaft z. B. für sich rechnerisch ergebende Zwischenergebnisse. Diese Funktion wird unter „Feldeigenschaften“ / „Prüfung“ gesetzt und ist standardmäßig für neue Felder eingeschaltet.