
Technische Hilfen beim Schreiben (Revisionsverwaltung mit Backups, Wort- und Zeit-Statistik, Thesaurus, Anführungszeichen, Fullscreen, ...)
(Lesen Sie hiernach weiter bei
"Alte" Funktionen von Papyrus, die für Vielschreiber nützlich sind oder bei
Neue Funktionen in Papyrus Autor II oder kehren Sie zurück zur
Papyrus Autor Funktionsübersicht.)
1 Dokument-spezifische Backups
(Sicherheitskopien)
Für
die Arbeit an größeren, wichtigen Texten können Sie hier pro Dokument eigene
Backups anlegen (getrennt von Papyrus‘ globaler Backup-Lösung,
alternativ dazu).
Die Backups Ihres Texts werden in einem eigenen, frei wählbaren Ordner angelegt
(voreingestellt ist »Dateiname.backups« am Ort, wo sich das Dokument selbst befindet).
Mit zeitlicher Versionsverwaltung werden die Backups durch automatisches Umbenennen vor dem Überschreiben durch neuere Versionen geschützt. Hierbei werden so viele Backups in sinnvollen Zeitabständen aufbewahrt, wie Sie mögen.
Der Clou ist: Durch diese Backup-Verwaltung in Zeiteinheiten »überleben« auch
ältere
Versionen (bspw. die von vor einem Tag oder auch die von vor einer Woche, einem
Monat), so dass Sie nicht immer nur die letzten x Versionen behalten, sondern auch größere
Sprünge bleiben erhalten - aber ohne dass Ihr Backups-Ordner überläuft!
Die Dateinamen der Backups sind dabei so gewählt, dass sie den Zeitabstand vom letzten
Speichern Ihres Haupttextes erkennen lassen (es werden immer alle Backups im Ordner
entsprechend umbenannt). Gerechnet wird die Zeit jeweils zurückliegend vom letzten Editieren
Ihres Textes.
Die Zeiteinheiten überlappen dabei. So werden die aktuellsten Backups aufbewahrt, dann
die eingestellte Zahl für die letzten 20 Minuten, des Weiteren für die letzte Stunde etc.
Automatisches Sichern gilt übrigens weiter, wie es in den globalen Einstellungen für
Sicherheitskopien eingestellt ist. Wenn Dokument-spezifische Backups »an« sind, werden
allerdings nicht auch im global eingestellten Pfad weitere Backups angelegt, sondern nur
im hier eingestellten Ordner.
So heißt für dies Dokument »Autor_Funktionen.htm« ein Backup im
Ordner »Papyrus Autor Funktionen.backups« bspw. »Rev 0+85 - 4 Std - 8217 Worte.htm« - Revision
0.85, 4 Stunden älter als der aktuelle Text, enthält 8217 Worte).
Stellen Sie im Menü »Dokument« bei »Dokument-Eigenschaften« ->
»Dokument-Backups«
ein, wie viele ältere Versionen Ihres Textes »überleben« sollen, die aktuell frisch sind
bzw. die letzten 20 Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate oder Jahre zurückliegen,
damit man auch Zugriff auf länger zurückliegende Versionen seiner Texte hat. So viel Sie
hier einstellen, so viele Backups werden aufbewahrt, alle anderen im Ordner »*.backups«
werden nach Verfall ihrer von Ihnen angegebenen Wertigkeit gelöscht.
Angezeigt werden die älteren Versionen Ihres Textes unter »Dokument-Backups« im
Menü Datei. Laden Sie ein solches Backup über diesen Menüeintrag, wird es sicherheitshalber
als Vorlage geöffnet (so dass Sie es nur unter neuem Namen speichern können). Sie
können die Backups natürlich auch ganz normal direkt aus dem »Dokumentname.backups«
Ordner laden.
Eine Besonderheit, mit der Sie besonders wichtige Versionen Ihres Textes im Backups-Ordner
(bspw. vor einem größeren Umbau) explizit »überleben« lassen können: Wenn ein
Dokument einen von Ihnen manuell erstellten Kommentar im Revisionsnummern-Dialog
erhält, wird diese Version im Backup-Ordner nicht automatisch gelöscht (Menü Dokument
-> Dokument-Eigenschaften -> Revisions-Nummern).
4.2 Revisionsnummern
Die Verwaltung Ihres Textes in Revisionen dienen zur besseren Unterscheidung
Ihrer aktuellen von älteren Versionen.
Die Revision eines Textdokumentes ist zuerst einmal gekennzeichnet
von einer Versionsnummer, gegliedert in Hauptziffer und eine
Unterziffer. Letztere wird über Nachkommastellen angezeigt
(bis zu 5 Nachkommastellen sind möglich).
Zur Versionsnummer werden als weitere Daten einer Revision vermerkt: Ein frei vergebbarer
Kommentar, die Anzahl der enthaltenen Worte und Seiten sowie der im Betriebssystem
eingeloggte Nutzer des Rechners und der Computername.
Zum einen können Sie so sinnvoller mit älteren Backup-Versionen umgehen und anhand
der Revisions-Anzeigen urteilen, ob und welche Wichtigkeit so ein älterer Text hat - insbesondere,
wenn Sie die Nummern manuell verändert haben (wie dies geschieht, dazu
gleich mehr).
Zweitens können Sie, wenn Sie Ihre Dokumente gern einmal zwischen verschiedenen
Rechnern hin und her bewegen, so leichter erkennen, ob und wann sich diese geändert
haben!
Revisionsnummern werden automatisch beim Speichern vergeben, können aber auch
manuell im Menü »Dokument« unter -> Dokument-Eigenschaften -> Revision gesetzt und
verändert werden. Dazu können Sie auch noch für genau diese Revision einen Nutzer-eigenen
Kommentar vergeben, der Ihre Gedanken zu dieser Version enthält und verhindert,
dass genau diese Textversion beim Aufräumen / Löschen der Dokument-spezifischen
Backups mit gelöscht wird.
Speicherungen mit einem Kommentar sind also zum »Überleben« im Dokument-eigenen
Backups-Ordner geeignet.
3 Statuszeile mit Zeilennummer etc.
Einstellbar im Menü »Optionen«, »Erscheinungsbild«,
»Lineale« finden Sie jetzt die Möglichkeit, verschiedene Anzeigemöglichkeiten
für die Statuszeile unten am Textfenster
einzublenden.
Erreichbar sind hier Zeile und Spalte, an der
sich der Textcursor aktuell auf der Seite befindet
[auch in OFFICE], wahlweise auch die
Anzahl der Wörter im Text oder auch die Anzahl
der Anschläge (= Buchstaben und sonstigen
Zeichen) optional mit oder ohne Leerzeichen. Mit »Leerzeichen« sind in diesem Falle
nicht nur die Lückenzeichen zwischen den Wörtern gemeint, sondern auch weitere Nicht-Buchstaben-Zeichen
wie Zeilenumbruch, Tabulatoren etc.
Die Anzeige in der Statuszeile wird ständig aktualisiert.
Mit
einem Rechtsklick auf die Anzeige in der Statuszeile
bekommen Sie ein Kontextmenü, in dem Sie auswählen
können, was angezeigt werden soll. So kann
man auch schnell zwischen verschiedenen Informationen
umschalten.
Mit einem Doppelklick auf die Anzeige kommt man zum obigen Dialog.
4 Anführungszeichen wandeln
Im
Menü »Bearbeiten« unter »Speziell« gibt es die Punkte »Alle Anführungszeichen
im
Text / Block -> typografisch« bzw. »Alle Anführungszeichen im Text / Block -> einfach
(ASCII)« (für Texte, die eben für ASCII Umgebungen geschrieben werden wie z.B. einfache
E-Mails, HTML etc.).
Diese Funktionen erreichen Sie ebenfalls mit
den beiden entsprechenden Buttons im »Optionen«
(Win) bzw. »Einstellungen« (Mac)
Dialog »Tastatur«.
Hier können Sie ebenfalls einstellen, welche
Anführungszeichen für Sie die richtigen sein sollen. Sie können natürlich auch mit obigen
Funktionen bereits im Text gesetzte Anführungszeichen schnell gegen einen neuen Typ
tauschen, ohne sich dafür mühselig durch mehrere Suchen/Ersetzen Sitzungen »hangeln« zu müssen.
Bei der Wandlung in ASCII-Anführungszeichen werden nicht nur die aktuell eingestellten
typografischen Anführungszeichen zurückgewandelt, sondern auch alle anderen Arten von
typographischen Anführungszeichen.
Bei der Wandlung in typographische Anführungszeichen wird ein ASCII Apostroph-Anführungszeichen
zwischen zwei Buchstaben oder Ziffern nicht gewandelt, da es sich um ein
normales, »echtes« Apostroph handeln dürfte.
5 Bearbeitungszeit
Die
gesamte Bearbeitungszeit eines Dokuments in
Minuten wird mitgeführt und im Textstatistik-Dialog
angezeigt (wo man sie auch auf 0 zurückstellen
kann).
Zur Bearbeitungszeit zählen alle Bearbeitungsoperationen
und Bewegungen im Text, also auch
reine Anzeigeoperationen (»Textscrolling«) – aber nur, wenn man danach auch das Dokument
speichert. Wenn man länger als eine Minute nichts ändert oder sich im Text bewegt
(scrollt), setzt die Bearbeitungszeit aus.
Entsprechend gibt es die neue Funktion EDITTIME(), die die Bearbeitungszeit als Zeitintervall
mitliefert.
In älteren Papyrus-Dokumenten steht die Bearbeitungszeit auf 0.
Bearbeitungszeit wird auch beim DOC- und RTF Import und Export mitgeführt.
6 Thesaurus

Im Thesaurus wird jetzt beim Suchen nach Synonymen (wie auch bei den schon besprochenen »Unwörtern« und Dubletten der Stilanalyse) mit einer Grund- und Beugungsformen-Erzeugung gesucht. Nach grammatikalischen
Regeln werden also neben der Grundform auch Beugungen (Plural, Genitiv, etc.) einigermaßen regelmäßiger Wörter gefunden.
Die Algorithmik für Stamm- und Beugungsformen ist sprachenabhängig und richtet sich nach der entsprechenden Einstellung (Menü »Zeichen«, »Silbentrennung / Sprache...«).
Im Normalfalle also einfach auf »Deutsch« lassen.
Wünscht man dies Auffinden aller Varianten der Grund- und Beugungsformen eines
Wortes nicht und möchte nur die tatsächlich im Text stehende Form ohne
Varianten gesucht / analysiert haben, so kann man die Beugungsform-Varianten im
»Duden Korrektor« Dialog abschalten.
Mit dieser Funktion werden für deutlich mehr Wörter Synonyme angeboten (eben nicht nur
bei Auftreten der Grundform im Text).
Zu Papyrus Autor haben wir von der Quelle unseres ständig weiterentwickelten Thesaurus
(www.openthesaurus.de) natürlich auch wieder die neueste Version eingespielt.
So eine Auffrischung des Thesaurus können Sie von angegebener Internet-Adresse auch
jederzeit selbst durchführen (und auch dort beim Projekt mitmachen, wenn Sie selbst gefundene, noch nicht enthaltene Synonyme aufgenommen wissen wollen).
Laden Sie sich dazu einfach von obiger Internet-Adresse den »Text-Thesaurus« herunter,
entpacken diesen und spielen Sie die Datei »thesaurus.txt« in den »Wörterbücher« Ordner im Papyrus Autor Programmordner oder warten auf unser nächstes Update.
7 Vollbildschirm-Modus
Wer sich ganz auf seinen Text konzentrieren und viel davon sehen möchte, dazu vielleicht
auch viel Platz für den Klemmbrett-Bereich braucht, kann in der Symbolleiste in
einen Vollbildschirm-Modus (engl. »Fullscreen«) schalten. Eine Platzierung des Haupttextes
in der Mitte haben wir nicht eingebaut, da dann ein wesentlicher Teil (um nicht zu
sagen: genau die Hälfte) des Papyrus-eigenen Klemmbretts verloren ginge.
8 »Magischer Pinsel« zum
Übertragen von Textstilen
Für einen schnellen Übertrag von Textstilen einer Textstelle an einen anderen Ort sind die
neuen Icons der Symbolleiste gedacht.
Hierbei sollte man das »Universal«-Icon
,
das sich ähnlich benimmt wie in anderen Textverarbeitungen, nur alternativ zu den zwei Icons 
benutzen, die wir empfehlen - also nur eines oder das andere.
Welche der beiden Varianten man benutzt, kann man unter »Optionen« (Win) bzw. »Einstellungen«
(Mac) bei »Lineal-Icons« umstellen.
Das Zauberpinsel Doppelfunktions-Icon
holt beim ersten Klick alle Textstil-Parameter, die an der aktuellen Textcursor-Stelle gültig sind. Danach wechselt der Textcursor in einen Textmarker-Stift, mit dem man genau eine Textstelle überstreichen und in ihrem Stil an die Stelle anpassen kann, von der man die Textparameter geholt hat.
Universeller funktioniert das »magische Paar«

:
Zuerst holt man sich ebenfalls mit
der Pipette die Textparameter von der aktuellen Textcursor-Stelle. Mit dem Zauberpinsel
kann man dann allerdings für beliebige markierte Textblöcke (auch für Papyrus’ berühmte
diskontinuierliche, unzusammenhängende Blöcke) oder die aktuelle Textcursor-Stelle
zum Losschreiben gleichzeitig und mehrfach die geholten Textparameter setzen.
Solange nicht erneut mit
neue Textparameter »eingesaugt« werden, steht der zuletzt
geholte Textstil »gepuffert« für weitere Einsätze zur Verfügung.
(Lesen Sie hiernach weiter bei
"Alte" Funktionen von Papyrus, die für Vielschreiber nützlich sind oder bei
Neue Funktionen in Papyrus Autor II oder kehren Sie zurück zur
Papyrus Autor Funktionsübersicht.)