
Beigeordnete Texte, Datenbanken und Notizen
(Lesen Sie hiernach weiter bei Technische Hilfen beim Schreiben
(Revisionsverwaltung mit Backups, Wort- und Zeit-Statistik,
Thesaurus, Anführungszeichen, Fullscreen, ...)
oder kehren Sie zurück zur Papyrus Autor Funktionsübersicht.)
1 Verknüpfte bzw. beigeordnete Dokumente
Hier kann man einem Text andere Dokumente beiordnen, so dass diese mit geöffnet
werden, wenn das Hauptdokument geöffnet wird.
So können bspw. mit einem Roman beigeordnete Notiz-Dokumente
automatisch mit dem Hauptdokument (dem Roman) geöffnet werden, so
dass sie immer zur Verfügung stehen.

Weiterhin
haben Sie die verknüpften Dokumente
auch als oberste »Favoriten« im »Datei« Menü
dauerhaft zur Verfügung, sofern Sie diese einmal
geschlossen haben und wieder öffnen wollen.
Öffnen Sie doch einmal unsere beigelegteBeispiel-Kurzgeschichte
»Die Morde des Sisyphus
.htm«
Der
Text hat keinen künstlerischen Anspruch, sondern tut hier einfach sein Werk als Beispiel. Er ist unter
Zeitdruck als Übung bei einem Autoren-Lehrgang an der Bundesakademie Wolfenbüttel entstanden. Es
gab strenge Vorgaben für die Protagonisten (ein Alien musste dabei sein etc.), eine maximale Länge und
derlei mehr (mag ich gar nicht, so kurz und schnell schreiben zu müssen).
. Dieser Text ist im Menü »Datei« (Win) / Ablage (Mac) unter den
»Favoriten« abgelegt. Beim Öffnen über einen
HyperLink werden verknüpfte Dokumente nicht
mit geladen.
Mit unserem Beispieldokument geschieht das Öffnen von zwei verknüpften Dokumenten
(s.u.) sowie einer dem Text zugeordneten Datenbank (dazu mehr weiter unten bei »Einen
Text mit Datenbank-Tabellen verknüpfen«). Die beigeordneten beiden Dokumente wurden
vor der Verknüpfung mit »Sisyphus« als normale Texte angelegt, gedacht für Notizen.
Ein Beispiel für verknüpfte Dokumente: Der mit Papyrus Autor arbeitende Bestseller-Autor
Andreas Eschbach führt häufig zwei Dokumente mit seinem aktuell bearbeiteten Haupttext:
1.
Muss-noch-passieren. Alle Bälle, die hochgeworfen werden, müssen auch wieder aufgefangen
werden. Hier notiert man so Dinge wie »Jim muss noch eine Rolle spielen« oder
»das Gewehr muss wieder auftauchen« usw.
2. Beim-Überarbeiten-beachten. Während des Schreibens wird man sich einer
Diskrepanz
bewusst, will den Fluss aber nicht unterbrechen: Also hält man das Problem fest,
damit man später beim Überarbeiten drauf achten kann. (»Weiter vorne erwähnen, dass
Fritz sich mit Erster Hilfe auskennt« oder »Nochmal prüfen, wie viel Wasser ein Fußmarsch
durch die Sahara benötigt«.)
Die Dateinamen in obiger Beispielabbildung sind völlig frei gewählt. Ob Sie ein oder zwei
Papyrus-Texte als Notiz-Dokumente mitführen (oder auch gar keines) und wie diese
heißen, ist völlig Ihnen überlassen.
Derlei Dinge kann man natürlich auch (parallel, je nach Arbeitsweise) in den Anmerkungen
der Gliederungsübersicht vermerken und vor allem dort den Status entsprechend
(»unfertig«, »Recherche«, »überarbeiten«) setzen (siehe Anleitungsteil
darüber).
2 Einen Text mit
Datenbank-Tabellen verknüpfen
Papyrus beherrscht als einzige Textverarbeitung direkte »relationale« Verknüpfungen
von
Textstellen mit Datenbank-Einträgen.
Diese sogenannten HyperOFFICE Links erlauben sinnvollerweise eine Verknüpfung mit
der Papyrus Autor beigelegten Datenbank »
Charaktere.pb«, die drei Tabellen
enthält - für
Charaktere/Protagonisten, Orte und Gegenstände/Artefakte.

Schauen Sie sich hierfür noch einmal das Papyrus Autor Beispieldokument
»Die Morde des Sisyphus.pap«
an.
Beim Öffnen desselben wird die verknüpfte Datenbank
»Charaktere.pb« gleich mit geladen (weil dies wie unter
»Verknüpfte bzw. beigeordnete Dokumente« eingestellt
ist - sonst kann man die Datenbank natürlich auch »zu
Fuß« dazuladen).
Im Menü »Dokument« in der
Rubrik »Dokument-Eigenschaften«
finden Sie den »Text <-> Datenbank Link« (auch »HyperOFFICE
Link« genannt).
Hier kann eine Liste von Datenbanktabellen für den Text aufgerufen werden, mit deren
Datensätzen sich dann später Textstellen verknüpfen lassen.
Mit
Ihrem Text verbundene Datenbank-Tabellen können Sie direkt
im Text im Kontext-Menü von markierten Textstellen anwählen
(Rechtsklick auf die markierte Stelle).
Es erscheint dann die angewählte Datenbank-Tabelle, in der Sie
den gewünschten Datensatz zur Verknüpfung mit Ihrer Textstelle
aufsuchen können.
So verbinden Sie mit zwei Mausklicks eine Textstelle für einen
Ihrer Protagonisten mit dem entsprechenden Eintrag der Datenbank-Tabelle (z.B. der
»Charaktere.pb«).
Die entsprechenden Textstellen sind dann (natürlich nur auf dem Bildschirm, nicht im Ausdruck)
grün markiert.
Ein Doppelklick auf so einen HyperOffice Link im Text
öffnet dann den entsprechenden
verknüpften Datensatz.
Eine Datenbank öffnen können Sie einfach direkt vom Desktop aus (die Hauptdatei
heißt »*.pb« für »Papyrus Base). Die zuletzt geöffnete Datenbank können Sie erneut öffnen mit
dem Datenbank-Icon aus der Symbolleiste. Ist keine Datenbank verknüpft, wird der »Datei
öffnen...« Systemdialog aufgerufen.
Probieren Sie dies doch einfach einmal in unserer Demo mit unserem Beispiel-Dokument »Die Morde des Sisyphus.pap«
aus!
Zur Verwendung mit Ihren Romanen wird die Datenbank »
Charaktere.pb« mitgeliefert (zu
finden im Ordner »Vorlagen«).
Diese Datenbank ist eine normale Papyrus-Datenbank,
die Sie Ihren Ansprüchen entsprechend beliebig verändern und anpassen
können.
»Charaktere.pb«
enthält einen kompletten Charakter-Erstellungsbogen mit einer
großen Menge an Vorschlägen zu den Eigenschaften der Protagonisten Ihres
Buches.
Die Einträge zu den einzelnen Rubriken bzw. Feldern können Sie in den Pop ups
auswählen oder aber selbst einen Eintrag vornehmen - jedes Pop up ist auch gleichzeitig
ein Eingabefeld.
Ein selbst geschriebener Eintrag in einer Combobox mit Pop up gilt nur für
diesen Datensatz! Wollen Sie, dass ein bestimmter Begriff von Ihnen Eingang in die Auswahlliste
für das Pop up dieses Datenfeldes findet, so müssen Sie diesen Begriff in der Datenbank-Tabelle
im Menü »Datenbank« bei »Feldeigenschaften« für das entsprechende Feld bei
»Werte« ergänzen.
Genaueres hierzu finden Sie in unserer elektronischen
Hilfe im Datenbank-Teil, Kapitel »Werte von Feldeigeschaften«.
Unsere Vorschläge in der Charaktere.pb sind natürlich nicht als Bevormundung, sondern
als kleine Hilfen gedacht, ein erstes Profil Ihres Charakters zu »bauen«.
Manchmal steht man »auf dem Schlauch«, wenn man eine neue Figur erschaffen will. Wir
hoffen, dass Ihnen unser variables Charakterprofil ermöglicht, schneller ein Gefühl dafür
zu bekommen, wie denn Ihre Figur »aussehen« soll.
Und später können Sie hier leicht darauf zurückgreifen, wie denn die vor X Kapiteln
angelegte
Nebenfigur noch einmal sein sollte, und vermeiden so Logikfehler.
Zusätzlich
zur »Charaktere« Datenbank-Tabelle gibt es noch zwei weitere Datenbank-Tabellen,
eine für Gegenstände bzw. Artefakte, die in Ihrem Buch eine wichtige Rolle spielen, und dazu eine für
Orte, an denen die aktuellen Szenen spielen.
Wir hoffen hier auf Interesse und Mitarbeit Ihrerseits
»Alte«
Papyrus-Anwender sind dies von uns schon gewohnt - wir suchen tatsächlich und ernsthaft die Mitarbeit
von Ihnen. Selbst, wenn dann jemand mit so viel Vorschlägen kommt wie Andreas Eschbach ...
! Wir werden entsprechend diese Teile ausbauen, u.a. mit besserer Erkennbarkeit der Verknüpfung
der Charaktere, Gegenstände und Orte mit den entsprechenden Textstellen, an
denen diese benutzt werden.
Noch ein paar Kleinigkeiten:
Wenn man eine verknüpfte Datenbank entfernt oder HyperOFFICE-Links mit dem Text in
ein anderes Dokument verschiebt, kann es vorkommen, dass ein HyperOFFICE-Link von
einem Text auf eine ungültige Tabelle zeigt (logisch - die Datenbank ist ja für den Text
»weg«). Um das in Ordnung zu bringen, muss man unter Dokument-Eigenschaften ->
»Text <-> Datenbank-Link« (auch »HyperOFFICE« genannt) an der entsprechenden Position die ursprüngliche Datenbanktabelle zuweisen.
3 Notizzettel und Textschnipsel
Notizzettel und Textschnipsel können direkt im Papyrus-eigenen Klemmbrett erzeugt
werden. Rufen Sie dazu mit der rechten Maustaste das Kontextmenü auf und erzeugen
Sie das Objekt Ihrer Begierde.
Was ein Notizzettel (oder Klebezettel oder »sticky note«) sein dürfte, ist wohl klar
- ein
Kommentar, der den Fluss des Haupttextes nicht beeinflusst und nicht mit ausgedruckt
wird.
Textschnipsel sind etwas Besonderes: Markiere ich einen Textbereich und ziehe
diesen
aufs Papyrus-eigene Klemmbrett, so entsteht automatisch ein eigenes Textobjekt - eben
ein Textschnipsel - ohne dass ich erst ein Textobjekt anlegen muss.
Einfach den Block aufs Klemmbrett ziehen und loslassen, das war’s. Genauso
löst sich
ein Textschnipsel einfach wieder auf, wenn ich ihn in den Haupttext ziehe - nur sein Inhalt
wird in den Text eingefügt, die leere »Objekt-Hülle« verschwindet einfach.
Textschnipsel können wahlweise mit
oder ohne Textstil-Parameter kopiert
werden!
Sprich, wenn Sie Text aus einem Bereich in einen Textschnipsel im Klemmbrett verschieben,
der sagen wir mal »Arial« in »14-Punkt«-Schriftgröße und in »Fett«
gehalten ist, und
wollen diesen Textschnipsel an anderer Stelle in einen Textbereich einfügen, der in »Times
New Roman« in »12-Punkt« und »normal« gesetzt ist, müssen Sie danach den frisch eingefügten
Text noch im Schriftstil umformatieren (sofern es sich um normalen Fließtext und
nicht eine »ausgezeichnete« Stelle handelt).
Textschnipsel können Sie auch ohne Textstil im Klemmbrett
erzeugen. Ein »stil-loser«
Textschnipsel passt sich beim Einfügen einfach an den Textstil des Ortes an, an dem er
eingefügt wird.
Dabei ist die Einstellung unter »Optionen« (Win) / »Einstellungen« (Mac) in
der Rubrik
»Oberfläche« für den »Klemmbrett-Bereich« spannend (»
Textschnipsel
im Klemmbrett-Bereich
als unformatierten Text anlegen«).
Je nach Dialog-Einstellung geschieht dies entweder immer, und nicht, wenn Sie beim
Maus-Verschieben Shift- bzw. Alt gedrückt halten, oder umgekehrt.
Textschnipsel und Notizzettel (im Folgenden gemeinsam
»Klemmbrett-Textobjekte« genannt) haben noch weitere Besonderheiten:
Sofern
ein Klemmbrett-Textobjekt mehr Text enthält als hineinpasst, bekommt
es ein rotes Kreuz in der linken unteren Ecke (und einen Scrollbalken).
Ein Klick auf das rote Kreuz expandiert das Textobjekt auf volle Länge (sofern der Klemmbrett-Bereich
groß genug ist, natürlich).
Auch
das größte Klemmbrett kann einmal zu voll werden, wenn
man sehr viele Klemmbrett-Textobjekte darauf versammelt, insbesondere,
wenn diese groß sind.
Ein Doppelklick auf die Titelleiste eines solchen Klemmbrett-Textobjektes
»klappt es ein«, sprich, es ist nur noch eine Zeile zu sehen, und ein »+« ganz
rechts symbolisiert, dass es sich um ein »eingeklapptes« Textobjekt handelt.
Die ersten paar Worte des Textinhaltes werden in der eingeklappten Titelzeile angezeigt.
Ein erneuter Doppelklick auf die eingeklappte Titelleiste gibt dem Klemmbrett-Objekt
wieder seine volle Größe zurück.
Wer Doppelklicks nicht mag, kann zum wieder Aufklappen auch einmal auf das kleine »+«
rechts in der eingeklappten Titelzeile klicken.
Man beachte, dass sich Textschnipsel in diesem Zustand nur bedingt verschieben lassen,
da ja gerade das Maus-Verschieben zum Einfügen eines Textschnipsels gedacht ist. Im
ganz linken Bereich der Titelleiste geht das Verschieben im Klemmbrett-Bereich allerdings
dennoch.
Sollte man sich hier schwer tun, einfach den zu verschiebenden Textschnipsel per Doppelklick
auf die Titelleiste »ausklappen«, verschieben und wieder einklappen.
Zuletzt
können einem die Klemmbrett-Textobjekte immer
noch zu groß sein. Daher gibt es eine Möglichkeit, unabhängig
vom Textstil, den das Klemmbrett-Textobjekt eigentlich
trägt, die Darstellung im Klemmbrett einzustellen.
Im Formatvorlagen-Pop up können Sie eine Vorlage mit dem
von Papyrus gesuchten speziellem Namen »Klemmbrett«
anlegen, die dann das Aussehen von Notizzetteln und Textschnipseln im Klemmbrett bestimmt.
So, wie die Formatvorlage »Klemmbrett« eingestellt ist, so werden diese
auch
im Klemmbrett dargestellt.
Eines noch zum Klemmbrett aus der »alten« Funktionalität von Papyrus: Das
Klemmbrett
ist natürlich auch prima geeignet, um nicht nur Text, sondern auch Bilder dort zu
»parken«. Das Klemmbrett scrollt nicht mit dem Text mit, so dass man so auch prima
Dinge über weite Strecken kopieren kann.
Und: Wenn man Objekte von oder nach dem Klemmbrett bewegt und dabei die »Strg
«
(Win) / »Apple« oder »Alt« (Mac) -Taste gedrückt hält, werden Texte und Grafikobjekte nicht nur bewegt, sondern dabei wird auch vom Ursprungs-Objekt eine Kopie angelegt.
(Lesen Sie weiter bei Technische Hilfen beim Schreiben (Revisionsverwaltung mit
Backups, Wort- und Zeit-Statistik, Thesaurus, Anführungszeichen, Fullscreen, ...)
oder kehren Sie zurück zur Papyrus Autor Funktionsübersicht.)